Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Herstellungsprozess
Diskussion
Rezepte
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
Eintrag Nr. 68 von 490:

Erst einmal ein Kompliment und ein Dankeschön für Ihre tolle, informative Seite...
Nun meine Frage(n):
1)Ist es prinzipiell egal ob der Kessel mit einer offenen Flamme (Gasbrenner) oder mit einer elektrischen Heizquelle erhitzt wird, oder spielt der schnellere Temperaturanstieg bei einer offenen Flamme auch eine Rolle?
2)Diese Frage beinhaltet eigentlich mehrere Fragen und ist sicherlich schwer (wenn überhaupt) zu beantworten. Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus: Wie kann ich wissen, welches die optimale Menge der Gewichtsanteile von Droge/Wasser sind, um die größtmögliche Ausbeute an ätherischem Öl zu erhalten?
Wenn ich also z.Bsp. 250 Gramm getrocknete Pfefferminzblätter zum Destillationsvorgang verwende, wievel Liter Wasser benötige ich dazu, um die maximale Ausbeute zu erhalten? Wann wird also "nichts" mehr aus der Droge herausdestilliert? Sicherlich, so könnte ich es mir vorstellen, spielt es auch eine Rolle ob die Pflanze frisch oder getrocknet ist, sowie um welche Pflanze (Kamille, Pfefferminz, Calendula, etc.) und welchen Pflanzenteil (Blüte, Kraut, Blatt) es sich handelt? Gibt es dazu "verbriefte" Richtwerte?
Ich hoffe, dass der Fragenkomplex nicht zu verworren ist und bedanke mich für eine Beantwortung recht herzlich.
Asmus Clausen


Asmus Clausen, Cuxhaven
14.Mai.2004 00:46:27


    Danke!
    ad 1: Nein, es ist egal, mit welcher Heizquelle Sie aufheizen. Einziges Kriterium: das Wasser muß stark kochen.
    ad 2: Bei annähernd allen Drogen kommt das ätherische Öl überwiegend zu Beginn der Destillation, außer z.B. bei harten Pflanzenteilen wie Zimtrinden, das Zimtöl kommt etwas verzögert aus der Anlage. Verwenden Sie 1,5 bis 2 Liter Wasser, wenn Sie mit einem Drogenvolumen von bis zu 7 Litern arbeiten, das ist ausreichend. Dann destillieren Sie in mehrere Fläschchen (Inhalt ca. 200 ml) bis sie voll sind. Sie können gut dreiviertel des Wassers abdestillieren, die Anlage sollte aber niemals trockenlaufen. Somit erhalten Sie ca. 1-1,5 Liter Hydrolat und ätherisches Öl. Natürlich können Sie weiter Hydrolat gewinnen, wenn mehr Wasser zugegeben würde, allerdings läßt die Qualität dann bereits stark nach. Auch bei den 250 g Pfefferminze nehmen Sie 1,5 Liter Wasser, das ätherische Öl der Minze kommt überwiegend zu Beginn, aber auch die Hydrolate sind hervorragend. Sie können damit rechnen, daß in den ersten drei Fläschchen à 200 ml ätherisches Öl vorhanden ist, wobei sich der größte Anteil in der ersten Flasche sammelt. Dann kommt überwiegend nur noch Hydrolat.
    Die Ölausbeute hängt ganz klar von der jeweiligen Pflanze ab. Minzen haben z.B. viel Öl, Zitronenmelissen eher wenig. Bei Kräutern können Sie gernell das gesamte Kraut verarbeiten. Verbriefte Werte gibt es nicht, denn die Ausbeute hängt sehr stark auch von der jeweiligen Region und der Sonneneinstrahlung ab. Je mehr Sonne, umso mehr Öl.
    Frisch oder getrocknet macht z.B. bei der Minze keinen großen Unterschied, wichtig ist allerdings die Trockentechnik (siehe Fachfrage 66).

<<< Eintrag Nr. 69 Eintrag Nr. 67 >>>
ALLE EINTRÄGE ANZEIGEN
Design und Implementierung:
Helge Schmickl