Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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Eintrag Nr. 306 von 490:

Hallo,
ich habe mit Begeisterung Ihr Buch "Ätherische Öle selbst herstellen" gelesen. Nun habe ich aber doch noch ein paar Fragen:
1. Kann ich zur Enfleurage auch getrocknete Blüten verwenden?
2. Werden bei der Wasserdampfdestillation die Rosenknospen oder nur die Blütenblätter verwendet?
3. Ich habe getrocknete Lotusblüten, Afrikanische Malve, Jasminblüten und Rosenblütenblätter. Welches Verfahren der Ölgewinnung eignet sich dafür besser, die Wasserdampfdestillation oder die Enfleurage und wieviel der getrockneten Blüten benötige ich mindestens um etwas Öl zu gewinnen?
4. Ich habe bezüglich Veilchenöl mehrfach gelesen, dass dafür die Blätter der Pflanze verwendet werden. Stimmt das? Müssten es nicht eigentlich die Blüten sein?
5. Im Buch habe ich gelesen, dass man das Hydrolat mit neutralem Trägeröl verschütteln kann und das Öl die Reste des äther. Öles aufnimmt. Ich habe dies mit gekauftem Rosenwasser versucht. Allerdings hatte ich damit wenig Erfolg. Handelt es sich beim Rosenwasser aus dem Supermarkt nicht um Hydrolat?
Im Voraus schon einmal vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
Liebe Grüße
Manu


Manu, Baden-Württemberg
23.Nov.2008 19:05:23


    ad 1) Dieses aufwändige Verfahren wird nur bei Pflanzen(teilen) mit sehr geringem Ölgehalt angewandt. Im getrockneten Zustand wird der Ölgehalt daher selbst für die Enfleurage zu gering sein. Obwohl: ausprobiert haben wir es noch nicht. Wenn Sie daher genügend Material zu Verfügung haben, ist es sicher einen Versuch wert.
    ad 2) Industriell die kompletten Knospen, im kleinen Maßstab Blütenblätter.
    ad 3) Die Frage ist, ob sich bei diesen Pflanzenteilen im getrockneten Zustand überhaupt ein Duft(öl) gewinnen lässt (siehe Punkt 1). Wenn die Enfleurage jedoch funktionert, macht es durchaus Sinn es mit der Wasserdampfdestillation zu versuchen. Mindestmenge für einen Versuch: 1 bis 1,5 kg getrocknetes Material.
    ad 4) Es gibt beides. Nur das Veilchenblütenöl hat den charakteristischen Duft.
    ad 5) Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Im Handel erhältliches Rosenwasser ist stark verdünntes Hydrolat. Wie Ihr Versuch gezeigt hat, ist die Verdünnung zu groß um daraus den öligen Bestandteil ausschütteln zu können. Bei selbst hergestellten Hydrolaten sind an der Flaschenwand z.T. sogar die Öltröpfchen sichtbar.

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