Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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Eintrag Nr. 145 von 490:

Ich bin auf der Suche nach einem Lösungsmittel zur Extraktion von Duftstoffen aus Pflanzen. Das Lösungsmittel soll einen Siedepunkt zwischen 50 und 70°C haben bei Normaldruck.
Über das Buch "Ätherische Öle selbst herstellen" habe ich Tipps bekommen, welche in Richtung n-Hexan und Petroleumbenzin gehen. Dann habe ich im Merck-Katalog nachgeschaut und siehe da:
n-Hexan, Sdp. 69°C: reizend, gesundheitsschädlich, umweltgefährlich und fortplanzungsgefährdend
Petroleumbenzin, Sdp. 50-70°C: reizend, gesundheitsschädlich, umweltgefährlich und fortplanzungsgefährdend
...und jeweils ein Haufen R- und S-Sätze
Ganz schön heftig! Und damit sollen Duftstoffe gemacht werden?
Mir ist schon klar, dass die Lösungsmittel nach der Extraktion abdestilliert werden, aber da bleiben doch Lösungsmittel-Reste im Extrakt, oder nicht?
Ich habe dann im Merck-Katalog geblättert und das Lösungsmittel 2-Methylpentan gefunden mit Sdp. 60°C und keiner Gefahreneinstunfung außer leicht entzündlich.
Wäre 2-Methylpentan ein geeigneteres Lösungsmittel für die Extraktion von Duftstoffen?


Larem, Hessen, Kreis Darmstadt-Dieburg
17.Jun.2005 21:56:23


    Sie haben vollkommen Recht, diese Chemikalien sind ganz schön heftig, und werden dennoch in der industriellen Herstellung standardmäßig zur Gewinnung ätherischer Öle verwendet. Auch wenn die Lösemittel danach abdestilliert werden, so bleibt immer ein (geringer) Rest des Lösemittels vorhanden. Deshalb sollte man beim Kauf von ätherischen Ölen vorsichtig sein und immer auf die Herstellungsmethode achten.
    Die einzig sinnvolle Gewinnung ätherischer Öle für den Hobbybereich sind die Wasserdampfdestillation, die Enfleurage und die Kaltpressung. Von der Lösemittelextraktion sollte man die Finger lassen, egal mit welchen Chemikalien.
    Zu Ihrer Frage: ob sich 2-Methylpentan zur Extraktion von Duftstoffen eignet, hängt vom Extraktionsverhalten dieses Lösemittels und den chemischen Eigenschaften der Substanzen (Polarität, Wasserlöslichkeit usw.) ab, die Sie damit gewinnen möchten. Am einfachsten ausprobieren und mit dem Ergebnis einer n-Hexan-Extraktion (also dem "Standard"-Verfahren) vergleichen.

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