Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 6:

    Danke für die Antwort unten in der Fachfrage. Auch mir ist die Namensgebung noch nicht ganz klar. Ist ein Duftöl immer ein ätherisches Öl oder können Duftöle auch künstliche Aromen enthalten? Wie weiß ich wann ein Duftöl "echt" ist?

    Fredl, Wien
    16.Jun.2003 14:23:41


      Ein ätherisches Öl ist immer ein Duftöl, ein Duftöl jedoch nicht immer ein ätherisches Öl. Duftöle basieren sehr oft auf künstlicher Basis wie z.B. Fliederöl. Flieder enthält kein ätherisches Öl, der Fliederduft ist immer künstlich. Ob ein Duftöl echt ist oder nicht muß auf der Verpackung angegeben sein. Vorsicht, es werden in letzter Zeit auch künstliche Düfte mit dem Namen ätherisches Öl versehen.

    Eintrag Nr. 5:

    Aus welchen Blumen und Kräutern kann man ätherisches Öl herstellen?

    Thomas, Kärnten
    03.Jun.2003 14:35:41


      Ätherisches Öl kann man aus allen Kräutern, Blumen und Ästen herstellen, die in ihrer Zusammensetzung ätherisches Öl enthalten. In den meisten Pflanzenlexika ist die Zusammensetzung der Pflanzen erklärt, hier findet man auch die notwendige Information.
      Beispiele: Orangen, Zitronen, Pfefferminze, Salbei, Zimt, Kamille, Fichtentriebe, Latschentriebe.

    Eintrag Nr. 4:

    Endlich gibt es eine Seite darüber wie man ätherische Öle mit Wasserdampfdestillation selber machen kann. Gratuliere!
    Eine Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen dem Begriff "Aromaöl" und "ätherisches Öl"?


    Richi, Landstrasse
    27.Mai.2003 10:20:51


      Danke!
      :-)
      Nein, es gibt eigentlich keinen Unterschied. Ätherisches Öl wird eher im fachlichen Umgang verwendet, Aromaöl oder Duftöl wird in der Umgangssprache benutzt.

    Eintrag Nr. 3:

    Irgendwo habe ich einmal Destillationsanlagen mit angeschlossenem Ölabscheider gesehen. Darin wird das Öl von Wasser getrennt und das Wasser rinnt wieder in den Kessel zurück.
    Sind solche Geräte sinnvoll? Läßt sich damit die Ausbeute erhöhen?


    Fredl, Wien
    27.Mai.2003 10:10:33


      Eine Wasserdampfdestillation mit eingebautem Ölabscheider ist nicht optimal, und zwar aus folgenden Gründen:
      1. Das Hydrolat wird immer wieder in den Kessel zurückgeführt und somit immer wieder von neuem aufgeheizt. Die im Hydrolat enhaltenen Öle werden dadurch zerstört und bilden sehr unangenehme Gerüche, die auf diese Weise auch in das Öl gelangen.
      2. Eine kontinuierliche Öl-Wasser-Trennung führt zu einem hohen Verlust der teuren Öle. Man sollte die Wasser-Öl-Mischung ein paar Tage stehen lassen, bevor das Öl abgezogen wird. Erst im Rahmen dieser Ruhepause kann sich das Öl optimal vom Wasser abtrennen, vorher befinden sich viel zu viele schwebende Öltropfen im Wasser.
      3. Es gibt auch Öle die schwerer als Wasser sind, z.B. Zimtöl. Mit einem Ölabscheider können Sie diese Öle nicht abtrennen, sie würden wieder in den Kessel zurückgeführt werden.

    Eintrag Nr. 2:

    Ich habe einen großen Rundkolben aus Glas, müßte doch für die Wasserdampfdestillation auch gehen, oder?

    Hobi, D
    20.Mai.2003 14:27:00


      Klar geht das, dazu sollten Sie allerdings mit einem Glasrohr das bis zum Kolbenboden reicht Dampf in den Kolben blasen. Wenn die Pflanzenteile nur ausgekocht werden (also im Wasser schwimmen), ist die Ausbeute sehr gering. Weil nur der Dampf die Fähigkeit besitzt ätherische Öle mit zu reißen, kochendes Wasser kann das nur begrenzt.
      Ein anderes Problem stellt sich dann nach der Destillation: Wie bekommt man die aufgequollenen Pflanzenteile durch den dünnen Hals wieder raus?

    Eintrag Nr. 1:

    Endlich gibt es eine homepage über ätherische Öle, gratuliere! Dann werde ich gleich versuchen, meine Fragen loszuwerden:
    1. Wie kann man prinzipiell ätherisches Öl selbstherstellen?
    2. Ich habe eine Menge Rosen im Garten, wie kann ich diese sinnvoll verwerten?


    Stefan Kimmer, Berlin
    15.Mai.2003 16:17:20


      ad 1: Es gibt unterschiedliche Herstellungsarten für ätherische Öle, die gängigste ist die Wasserdampfdestillation. Diese kann auch einfach selbst gemacht werden. Dazu wird die Destille mit Wasser gefüllt, in den Dampfraum der Anlage gibt man nun die Kräuter. Wichtig ist, daß die Kräuter oder Blätter niemals im Wasser schwimmen, sondern nur vom Dampf durchströmt werden. Nun wird die Anlage erhitzt, und bereits nach kurzer Zeit kommt als Destillat ein Wasser-Öl-Gemisch heraus. Man sollte dies einer Flasche mit engem Hals auffange, dann läßt sich später das Öl leichter mit einer Spritze absaugen.
      ad 2: Sie können natürlich Rosenöl herstellen, keine Frage, aber es muß Ihnen bewußt sein, daß die Ausbeute beim Rosenöl zu den geringsten überhaupt gehört. Nehmen Sie die Rosenblüten ab (ohne grüne Anteile) und geben Sie diese in die Destille. Auch das Hydrolat, also der wäßrige Anteil des Destillates, können Sie für diverse Kosmetika verwenden.

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    Design und Implementierung:
    Helge Schmickl