Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 33:

    Irgendwie klappt es bei mir mit dem Herstellen des ätherischen Öles nicht so recht. Das letzte mal wurde ca. 500 g Lavendel verwendet. Diesen habe ich in 4 Liter Wasser überdestilliert. Das Destillat hat leicht nach Lavendel gerochen, von Öl war weit und breit nichts zu sehen. Nichtmal mit viel Fantasie. Was mache ich hier falsch? Ich habe sicherlich 3 Liter überdestilliert, dennoch kein Ergebnis. Wie kann man Lavendelöl herstellen?

    Flo, Flosien
    29.Okt.2003 16:21:12


      Für 500g Lavendel brauchen Sie nicht mehr als 1,5 Liter Wasser in den Kessel zu geben. Nachdem ca. 400 ml Wasser überdestilliert sind, ist die Destillation zu Ende. Haben Sie den Lavendel im Wasser gekocht? Das sollten Sie keinesfalls tun, das Kraut muß immer im Dampfraum stehen. Es auch wichtig, die Pflanzen vorher sehr gut zu zerkleinern, andernfalls wird die Ausbeute gering ausfallen. Schließlich hängt die Ausbeute natürlich auch von der Art des Lavendels ab. Speiklavendel hat sehr minimale Ausbeuten, bei Lavadin hingegen erhält man beachtliche Mengen ätherisches Öl.
      Und zuletzt ist auch der Anlagentyp für die Ausbeute ausschlaggebend: Anlagen mit einer Kühlung wie die Leonardo werden deutlich mehr Öl abgeben als Anlagen mit einer Kühlschlange. Denn das Öl bleibt während der Abkühlung durch seine Zähflüssigkeit gerne in der Kühlung hängen.

    Eintrag Nr. 32:

    Können Sie mir einige Bücher zu den Themen "ätherisches Öl und Parfums selbst herstellen" empfehlen? Super Seite übrigens!

    Ursula, Wien
    23.Okt.2003 21:33:57


      Danke!
      :-)
      Es gibt unzählige Bücher über die Anwendung der ätherischen Öle in der Aromatherapie, welche Wirkung sie haben sowie über Parfums. Allerdings sind mir keine Praxisbücher bekannt, in denen detailliert erklärt wird, wie ätherisches Öl tatsächlich hergestellt wird (das wir sich in Kürze ändern!).
      Eine sehr ausführliche Liste finden Sie bei AMAZON, wenn man den Begriff "ätherisches Öl" oder "Parfum" eingibt.

    Eintrag Nr. 31:

    Kann ich zur Parfümherstellung auch Brennspiritus (Ethylalkohol) verwenden? Im Baumarkt gibt es solchen sehr billig zu kaufen, mit 95% Alk gehalt.
    Wie muss ich vorgehen, wenn ich die Ätherischen Öle der Melone, Ananas, Banane und Mango destillierten will?


    Bussl, Kärnten
    19.Okt.2003 12:41:55


      Nein, Spiritus können Sie auf keinen Fall verwenden. Der Brennspritus wird mit Chemikalien vergällt (= vergiftet), dadurch hat er einerseits einen sehr unangenehmen Geruch, weiters sind die Chemikalien nicht besonders geeignet, um sie auf die Haut zu geben. Gerade für Parfum sollte der Alkohol unbedingt rein und geruchsfrei sein. Als billige Alternative eignet sich für die Parfumherstellung statt Alkohol auch Jojobaöl.
      Die genannten Früchte haben keine ätherischen Öle, man kann daraus mittels Wasserdampfdestillation also kein ätherisches Öl gewinnen.

    Eintrag Nr. 30:

    Kann ich durch Wasserdampf-Destillation auch das Oel von Kokosnuss und Aloe Vera erhalten, oder funktioniert dies nur mittels Kaltpressung?

    Holger Haesen, Venezuela
    15.Okt.2003 05:36:33


      Normalerweise wird Kokosnuß und AloeVera kaltgepreßt. Dies ist auch bei Orangenöl der Fall, dennoch kann man dieses auch durch Wasserdampfdestillation aus der Schale herstellen, wie wir selber auch schon ausprobiert haben. Leider verfügen wir nicht über die Rohstoffe, aber ich denke, die Aloe könnte fein zerkleinert werden und dann destilliert, warum nicht. Bei der Kokonuß sollte die grüne Nuß verwendet werden, wobei dann der weiche weiße innere Teil destilliert wird (ebenfalls zerkleinert in ca. 1 bis 2 cm große Stücke).

    Eintrag Nr. 29:

    Hallo,
    Ich destilliere Ätherische Öle und habe eine Frage zur Parfumherstellung: Muss man Weingeist verwenden, oder gibt es auch noch andere Alkohle die man hernehmen kann? Ich habe irgendwo gelesen, dass man auch Vodka und noch andere Brände verwenden kann. Stimmt das? Muss man den Orangenschalen zuerst das weiße runzelige abmachen, bevor man sie destilliert? Darf man jede Sorte benutzen? Ich meine, falls die Früchte mit Insektenvernichter oder sonstigen angesprüht worden sind, ist das nicht giftig?
    Vielen Dank im Voraus!!!!!
    PS: Wann kommt denn das erste Buch heraus, ich werde es gleich bestellen!


    Neidermoser Anton, Tirol
    14.Okt.2003 21:36:00


      Für die Herstellung von Parfum sollte unbedingt reiner Alkohol verwendet werden, der keinerlei Geruch hat. Weingeist ist sehr rein, aber auch sehr teuer. Natürlich kann auch Wodka verwendet werden, er hat so gut wie keinen Geruch, allerdings ist der Alkoholgrad zu gering. Sie müßten den Wodka destillieren, um ca. 80%vol Alkohol zu erreichen. Außer Wodka kommt noch Korn in Frage, andere Brände, vorallem Fruchtbrände sollten keinesfalls verwendet werden, da diese einen mehr oder weniger starken Eigengeruch haben.
      Sie können die Orangen zuerst auspressen (und den Saft trinken) und dann die Schalen mit einem Messer in ca. 1 bis 2 cm große Stücke zerkleinern und destillieren. Wenn Sie nur die dünne Schale mit z.B. einem Kartoffelschäler abtrennen, dann wäre das natürlich optimal, da somit eine viel größere Menge der ölhaltigen Schicht in die Destille paßt. Für die Ölherstellung sollten nur unbehandelte Orangen verwendet werden, denn die Spritzmittel kommen ansonsten mit in das Öl, was keinesfalls der Fall sein sollte (sind in geringen Dosen zwar nicht hochgradig giftig, erzeugen aber oft allergische Reaktionen).
      Wir arbeiten gerade am Skriptum, es wird ca. Anfang Dezember fertig. Bezüglich es Buches, so denke ich, daß es ca. Mitte nächsten Jahres soweit sein wird.
      ;-)

    Eintrag Nr. 28:

    Hallo,
    mich intressiert es sehr wie die Gewinnung von Terpenen aus Schalen von Citrusfrüchten erfolgt. Was die Terpene selber sind weiss ich nicht genau. Was ist genau Menthan, Terpinen, Limonen und Menthol... Alkohole?!


    koko, Bodenseekreis
    06.Okt.2003 19:05:10


      "Terpene" ist ein Sammelbegriff und umfaßt neben Kohlenwasserstoffen auch Alkohole, Ether, Aldehyde und Ketone. All diese befinden sich in Pflanzen und werden z.T. durch Wasserdampfdestillation als ätherische Öle gewonnen. Bei Zitrusfrüchten kann man ebenfalls mit Wasserdampfdestillation arbeiten, im Industriemaßstab ist hier allerdings die Kaltpressung gebräuchlich.
      Menthan ist C10H20 (4-Isopropyl-1-methyl-cyclohexan) und hat einen pfefferminzartigen Geruch.
      Terpinen und Limonen sind Terpenkohlenwasserstoffe, wobei es sich um Isomere mit der Formel C10H16 handelt. Das Limonen riecht zitronenartig, kommt allerdings überwiegend in Kümmel- und Fichtennadelöl vor.
      Menthol C10H20O ist ein Alkohol, ein sogenannter Terpenalkohol, kommt in Pfefferminzöl vor.

    Eintrag Nr. 27:

    Mich beschäftigt die Frage, ob ich reines ätherisches Öl bei bestimmten Problemen direkt auf die Haut auftragen kann um so die Wirkung zu maximieren oder ob dann mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. Denn es wäre ja sinnvoll, bestimmte Wirkungen des Öls unkonzentriert nutzen zu können.

    Georg, D
    25.Sep.2003 17:12:26


      Äußerlich kann man ätherisches Öl schon unverdünnt anwenden. Dennoch sollte man nur sehr geringe Mengen probieren. Denn vergessen Sie nicht, so eine hohe und unverdünnte Konzentration an ätherischem Öl ist wie Medinzin oder auch Gift und sollte keinesfalls eingenommen werden, außer es wird von einer sachkundigen Person genau dosiert.

    Eintrag Nr. 26:

    Ich habe in meinem Garten sehr viele Kräuter. Kann mir bitte jemand sage wie man ätherische Öle aus diesen Kräutern herstellt? Ich habe soetwas noch nie gemacht.

    Christa Löffelmann, NÖ
    17.Sep.2003 10:30:58


      Sie sollten die Kräuter nicht mischen, sondern sortenrein verarbeiten. Zuerst die Kräuter gut zerkleinern (z.B. mit einer "Moulinex"). Dann in eine Destille mit Aromakorb geben und mit Wasser destillieren. Die Kräuter füllen Sie in den Aromakorb, der sich im Dampfraum befinden muß, die Kräuter direkt ins Wasser zu geben ergibt eine zu geringe Ausbeute, macht daher nicht wirklich Sinn. Als Ergebnis erhalten Sie das ätherische Öl welches in der Regel oben auf dem Hydrolat (= Wasser mit Öl gesättigt) schwimmt.

    Eintrag Nr. 25:

    Wie lange kann mein fertiges ätherisches Öl gelagert werden ohne daß es schlecht wird? Muß man besondere Vorkehrungen treffen? Ändert sich das Ölaroma während der Lagerzeit?

    Katja, Kärnten
    10.Sep.2003 13:58:08


      Fertiges Öl hat keine Ablauffrist, es sollte allerdings in dunklen Flaschen und auch im Dunkeln gelagert werden. Das frische Öl hat meist noch nicht sein komplettes Aroma erreicht, erst nach einer Lagerzeit von 1-6 Monaten kommen die Duftnoten wirklich komplett durch.

    Eintrag Nr. 24:

    Hallo Herr Schmickl!!!
    Vorab eine schöne HP habe sie hier aufgebaut und viele Informationen für Anfänger und Fortgeschrittene befinden sich hier.
    Ich bin noch im Aufbau, um meine eigenen Ätherischenöle zu gewinnen. Habe mir auch brav alle Fachfragen durchgelesen und viel Wissen dazu gewonnen. Doch eine Frage habe ich da noch.
    Kann ich zwei Öle die zu unterschiedlichen Zeiten gewonnen wurden zusammen in einem Behältnis lagern??
    Es ist mir klar wenn ich unterschiedliche Rohstoffe nehme (z.B. Salbei aus Italien und Salbei aus Deutschland), das unterschiedliche Qualitäten der Öle entstehen und beim Mischen eine neue Qualität entsteht. Doch wie groß ist der Qualitätsunterschied, wenn die Destillation nur zu unterschiedlichen Zeiten vorgenommen wurde?
    Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es mehr wie aufwendig bei einer Gewinnung von zwei Tropfen Öl
    alle zwei Tropfen seperat zu lagern. Nur Mühen die ich dann aufwende, sollen nicht vergebens sein durch so eine kleine Unachtsamkeit.
    :-)))
    MFG
    Andreas


    Andreas, Duesseldorf
    02.Sep.2003 13:13:08


      Danke, wir bemühen uns!
      ;-)
      Öle aus verschiedenen Pflanzentypen sollten Sie nicht mischen. Haben Sie jedoch die gleiche Pflanze mehrmals destilliert, dann kann das Öl natürlich zusammengeschüttet werden, das macht nichts. Der Vollständigkeit halber möchte ich aber erwähnen, daß die Qualität des ätherischen Öls nicht während der ganzen Destillation über gleich ist. Das beste und teuerste Öl kommt zuerst, je weiter die Destillation fortschreitet, umso geringer ist die Qualität. Dies ist für den Heimdestillierer nicht wirklich von Bedeutung, bei kostbaren Ölen wie Ylang-Ylang jedoch werden verschiedene Ölfraktionen zu verschiedenen Preisen verkauft.

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    Helge Schmickl