Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 46:

    Ich besitze eine chemische Destillationsanlage. D.h. es handelt sich um einen normalen Kühler und um einen Rundkolben. Wenn ich hiermit Öl destillieren möchte, habe ich aber aufgrund der kleinen Öffnung des Kolbens Probleme die zerkleinerten Kräuter, Früchte, usw. in den Dampfraum zu bringen. Was kann ich da machen? Danke im Voraus

    westphal, niedersachsen
    27.Jan.2004 01:25:50


      Im Laborbedarf erhältlich sind Glasrohre mit Normschliff an beiden Enden, so eines sollten Sie auf den Rundkolben stecken - eine möglichst breite Ausführung - und mit den Pflanzen füllen (das untere Ende mit einem Metallnetz o.ä. verschließen, daß nichts durchfällt), im Kolben ist dann nur noch das Wasser. Auf dieses Glasrohr kommt dann die Kühlvorrichtung. Ebenso gibt es Rundkolben mit zwei gegenüberliegenden NormSchliff-Stutzen, die sich auch hervorragend für diesen Zweck eignen.
      Dritte Möglichkeit: In einem Rundkolben wird Wasser gekocht und der Dampf über einen Schlauch in einen zweiten Kolben geleitet, in dem sich die Pflanzen befinden und darüber der Kühler, wie gehabt. Sie benötigen dafür also einen Einhals- und einen Zweihalskolben. Mit einem Glasrohr sollte der Dampf bis an den Boden des mit Pflanzen gefüllten Kolbens geleitet werden.

    Eintrag Nr. 45:

    Habe eine Frage, bei meinem Versuch, ätherisches Öl aus den Fichten herzustellen bin ich gescheitert. Ich habe die dünnen Äste fein zerschnitten und dann in Wasser destilliert. Herausgekommen ist zwar ein wohlriechendes Wasser, aber von Öl habe ich nichts gesehen. Was mache ich da falsch?

    Jürgen, Lindau
    21.Jan.2004 11:00:08


      Haben Sie die Äste und Nadeln in Wasser gekocht? Das Destilliergut sollte immer im Dampfraum liegen, niemals in der Flüssigkeit. Wird es in der Flüssigkeit mitgekocht, wird die Ausbeute stark vermindert, weiters leidet die Ölqualität sehr darunter.
      Wann haben Sie die Fichten geerntet? In den Wintermonaten befindet sich so gut wie kein Öl in den Nadeln und Ästen. Es ist viel zu kalt und viel zu wenig Sonne dafür. Sie können von Mai bis August Fichtennadelöl herstellen, dann wird es funktionieren. Je feiner Sie die dünnen Äste zerkleinern, desto höher wird die Ausbeute sein.

    Eintrag Nr. 44:

    S.g. Hr. Schmickl
    Hat es besondere Bedeutung , daß Sie für Herstellung von ätherischen Ölen Ihre Destillieranlage Deluxe empfehlen oder kann man Ihre Anlage Classic auch verwenden?
    Danke und mfg
    Franz Josef


    FranzJosef, Oberösterreich
    14.Jan.2004 13:18:55


      Die Deluxe empfehle ich, weil sie einen sehr großen (Dampf-)Raum für die Pflanzen hat. Mit der Classic Anlage geht es auch, keine Frage. Wichtig ist, daß Sie genug Pflanzenmaterial in die Anlage bekommen. Speziell für die Ölherstellung wurde allerdings die Leonardo-Destille entworfen, der klare Vorteil: es gibt keine Kühlspirale, in der das Öl hängen bleibt und so die Ausbeute reduziert. Auch bezüglich Reinigung ist diese Anlage speziell für die Ölherstellung ideal.

    Eintrag Nr. 43:

    Ich interessiere mich für den Anbau von Aromapflanzen und deren Destillation im größeren Stil. Können diese Pflanzen auch in Höhenlagen um 700 m angebaut werden?
    Außerdem fällt in unserer Region in großen Mengen Wacholder bei der Auslichtung der Wacholderheiden an. Würde es sich lohnen, diesen zu destillieren?
    Es wäre schön, wenn ich eine Antwort auf diese Fragen bekäme- besten Dank.


    Robert Greiner, Schwäbische Alb
    06.Jan.2004 08:31:41


      700 m Seehöhe sind gar kein Problem. Zum Beispiel der klassische Lavendel in der Provence wird erst ab einer Seehöhe von 600 m angebaut. Wichtig ist, daß die Pflanzen genug Öl produzieren, d.h. sie brauchen viel Sonne.
      Wacholder ist ein ausgezeichnetes Öl, es wird hauptsächlich aus den Wacholderbeeren hergestellt. Die Ausbeute der (getrockneten und geschroteten) Beeren ist sehr hoch.

    Eintrag Nr. 42:

    Hallo, ich moechte Rosmarinoel mittels Wasserdampfdestillation gewinnen.
    Bisher habe ich Lavendel erfolgreich destilliert, habe nun aber Probleme mit der Ausbeute bei Rosmarin. Ich verfuege ueber eine wesentlich groessere Destillationsanlage als Sie verkaufen (Geschaetzes Volumen 200L) und kann damit z.B. 50 kg Lavendel destillieren.
    Welches sind die entscheidenden Faktoren? Stoert die aeussere Wachsschicht? Sollte die Droge gestueckelt sein?
    Ich bin sehr an den Details interessiert - gibt es spezielle Literatur.
    Ich wuensche noch gute Feiertage und hoffe sehr, dass sie mir helfen koennen.


    Thomas Aldick, Westfalen
    23.Dez.2003 01:30:13


      Ja, die Wachsschicht stört auf alle Fälle, da so das Öl daran gehindert wird, vom Wasserdampf mitgerissen zu werden. Sie sollten die Pflanze so klein wie möglich zerstückeln, z.B. bei Ihrer Menge mit einem Gartenhäcksler, der auch Kräuter sehr klein zerschneiden kann. Je feiner gehäckselt, desto besser (am besten mit Kräuterzerkleinerer à la Moulinex). Die Ölausbeute hängt auch stark davon ab, wo die Pflanze gewachsen ist: je mehr Sonne sie hatte, um so größer ist die Ausbeute an ätherischem Öl.
      Literatur bezüglich der Destillation von ätherischem Öl ist im deutschen Sprachraum so gut wie nicht vorhanden, wir sind gerade dabei, dies zu ändern, das Buch sollte im Laufe 2004 fertig sein (Skriptum gibt's ja schon, siehe linke Menüleiste).
      Danke, ebenfalls!

    Eintrag Nr. 41:

    Ich möchte gerne Zimtöl herstellen, kann man dazu die erhältlichen Zimtrinden verwenden? Diese scheinen mir aber sehr trocken zu sein, glaube nicht, daß hier ätherisches Öl enthalten ist, oder?
    Nun möchte ich gerne daraus eine Zimtseife herstellen, hat jemand eine Idee, wie man das machen kann?


    Josch, Wien
    16.Dez.2003 14:09:18


      Ja, verwenden Sie dazu die normalen Zimtrinden, diese müssen gut zerkleinert werden, an besten mit einer Zange. Die Ausbeute an ätherischem Öl ist bei der Zimtrinde sehr groß, das kann man fast nicht glauben, stimmt. Um nun eine Seife daraus herzustellen wird eine Seife oder Seifenflocken mit Wasser aufgekocht, nach dem Abkühlen auf Handwärme wird das Öl zugetropft.

    Eintrag Nr. 40:

    Kann man mit de Rückstand in der Destillat nach der Abtrennung des Öles auch noch was machen oder ist dieser Teil zu verwerfen?

    Björn, Erding
    10.Dez.2003 15:10:22


      Welchen Rückstand meinen Sie genau?
      1. Der wäßrige Anteil des Destillates, auf dem das Öl schwimmt: dies nennt man Hydrolat, das Wasser ist mit ätherischen Öl gesättigt und kann somit in diversen Produkten verarbeitet werden.
      2. Der (feste) Rückstand im Brennkessel nach der Destillation: man kann die Pflanzenteile verbrennen und einige Zeit bei 500°C halten, dann mit dem Hydrolat aufnehmen. Dieses Hydrolat kann mit dem Öl vermengt werden. Diese Verfahrensweise (die kurze Beschreibung hier ist nicht vollständig) nennt sich Spagyrik.

    Eintrag Nr. 39:

    Hallo,
    welche Pfefferminzsorte eignet sich am besten zur Öldestillation? Funktioniert das auch mit getrockneten Pflanzen? Nimmt man nur die Blätter oder die ganze Pflanze? Wie lange sollte oder muß man destillieren? Hab ich noch etwas wichtiges vergessen zu fragen?
    Im Voraus vielen Dank für eine Antwort.
    Mit :-) Grüßen
    Rolf


    Rolf, Duesseldorf
    02.Dez.2003 22:46:08


      Es eignen sich eigentlich alle Pfefferminzsorten für die Herstellung von ätherischem Öl, denn Pfefferminz hat generell eine sehr gute Ausbeute an Öl. Ja, auch getrocknete Pflanzen können Sie verwenden. Gerade Pfefferminz wird oft getrocknet für Tees usw. angeboten, auch hier war bei uns die Ausbeute hervorragend. Wir haben's mit getrockneten Blättern vom Markt versucht, die ganze Pflanze (sehr fein zerhäckselt!) geht aber auch. Wenn Sie ca. 500 g getrocknete Pfefferminze haben, so genügt 1,5 bis 2 Liter Wasser in der Destille. Sie trennen in Fläschchen (ca. 250 ml) 2-3 Flaschen ab, dann haben Sie fast das gesamte Öl bereits gewonnen. Natürlich können Sie auch weiterdestillieren, der größte Anteil kommt aber in der 1. und 2. Flasche.
      Anmerkung für Pfefferminz: das hochkonzentrierte Öle ist eine Droge, ein Gift! Es sollte niemals in Kontakt mit Kleinkindern kommen. Früher war das Pfefferminzöl ein bewährtes Mittel, um auf diese Weise unliebsame Kleinkinder ohne Spuren zu hinterlassen zu ermorden. In Form von Massageölen, Seifen, Parfum usw. ist das Öl verdünnt, hier besteht keine Gefahr.

    Eintrag Nr. 38:

    hallo ihr, ich würde gerne selber ätherische öle herstellen, habe aber im moment nicht das geld um mir eine destille zu kaufen. könnt ihr mir mal genau erklären wie das zu hause geht? das wäre sehr nett.

    chillykoka, Kassel
    01.Dez.2003 16:10:47


      Auch wenn man zuhause arbeitet, kommt man um eine Wasserdampfdestille nicht herum. Eine andere Herstellungsart gibt es nicht. Wie man sich eine einfache Destille selber bauen kann siehe Nr. 37.

    Eintrag Nr. 37:

    Ich hätte gerne die Vorgehensweise für die Herstellung von Nelkenöl aus Gewürznelken in Erfahrung gebracht. Ist dies mit "haushaltsüblicher" Technik zu bewerkstelligen? Auch ein kleiner Hinweis auf Litaratur diesbezüglich würde mich sehr freuen. Danke im Voraus.

    Kaeding, Berlin
    22.Nov.2003 15:50:27


      Prinzipiell brauchen Sie für die Herstellung von ätherischen Ölen immer eine Wasserdampfdestille, siehe Modell Leonardo oder Deluxe. Mit Geräten aus dem Haushalt wäre es theoretisch auch möglich. Sie bräuchten einen großen Kochtopf, darin einen Einsatz wie er zum Kochen von Nudeln verwendet wird. Darauf stellen Sie eine große Tasse. Nun wird unten Wasser eingefüllt, die Nelken kommen in das Sieb. Die Kühlung machen Sie mit einem Wok, der oben aufgelegt wird und mit Wasser gefüllt ist. Nachteil dieser Methode: das Öl und Öl-Wasser Gemisch bleibt während der ganzen Destillationsdauer heiß, was den Ölen nicht gut tut.
      Literatur gibt es bezüglich der HERSTELLUNG von Ölen im deutschen Sprachraum leider nicht (über die ANWENDUNG der Öle gibt's Bücher en masse), es sollte aber nächste Woche unser Skriptum zu Verfügung stehen.

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    Helge Schmickl