Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 76:

    Hallo Fr. Dr. Malle
    Ich habe einige Fragen zur Herstellung von ätherischen Ölen. Ich möchte zu Johannis am 24.06 Johanniskraut schneiden ca. 10 kg. Meine Frage: kann ich die ganze Pflanze destillieren oder nur die Blüten und Knospen. Muss ich das Kraut trocknen oder kann ich das Kraut frisch destillieren. Habe einen 25l. Kessel, wieviel Wasser muss ich nehmen. Wie groß wird die Ausbeute ca. betragen. Auf was muss man noch achten.
    Danke für Ihre Antwort.
    Und Gruß an Ihren Mann, war im Dezember 03 ein super Seminar.
    Mit Freunlichen Grüßen
    Peter aus Hessen


    Peter Mülich, Hessen
    21.Jun.2004 18:01:48


      Sie können das ganze Johanniskraut inklusive Blüten und Knospen verwenden, aber vor dem Destillieren sehr gut zerkleinern (zuerst mit Schere, anschließend mit Küchenzerkleinerer à la Moulinex). Die Ernte am besten in der Mittagshitze bei praller Sonne durchführen, wenn möglich, sollte vorher zumindest 2-3 Tage sonniges Wetter gewesen sein. Das Kraut sofort nach der Ernte verarbeiten und destillieren, sonst kommt es zu Ölverlusten. Nur wenn richtig getrocknet wird, geht kaum ätherisches Öl verloren: Büschel kopfüber, dunkel, luftig, ca. 3 Tage lang trocknen lassen, bis sie bei Berührung zerfallen. Bei kleinen Mengen brauchen Sie ca. 1 Liter Wasser je kg Kraut. Bei einem 25 l Kessel würde ich ca. 3-4 l Wasser verwenden und den resultierenden Dampfraum vom Kessel dann mit dem zerkleinerten Johanniskraut füllen. Die Ausbeute liegt ca. bei 0,1% ätherisches Öl.
      Danke für die Grüße!
      :-)

    Eintrag Nr. 75:

    Erstmals Komplimente fuer die tolle Web-Site, eine der wenigen ueber dieses Thema...
    Zunaechst zu meinen Fragen... ich destilliere seit sehr weniger Zeit und leider ist mir noch nichts gelungen, deshalb wollte ich ein paar Fragen stellen...
    1.Wie lange dauert es, bis sich das Oel vom Hydrolat trennt?
    2.Wie viel Wasser benoetigt man fuer recht geringen Mengen von Pflanzen?


    giulia, suedtirol
    18.Jun.2004 15:55:45


      Danke!
      ad 1: Sofort. Wenn das Destillat keine Ölschicht hat (wie das bei uns leider schon unzählige male der Fall war), war der Ölgehalt der Pflanze zu gering oder es hatte einen anderen Grund (siehe Frage 74)
      ad 2: Je mehr Wasser, desto mehr Öl löst sich darin auf. Je weniger Wasser, desto größer die Gefahr, daß der Kessel trockenläuft (obwohl interessanterweise die Ausbeute nicht besser wird). Nach unseren Erfahrungen beträgt das Verhältnis etwa 1 Liter Wasser je kg Kraut.

    Eintrag Nr. 74:

    Eine Frage zu Lavendelöl?
    Ich habe letzthin mit Wasserdampf Lavendelblüten destilliert, das Endprodukt ist milchig trüb, und das Öl scheidet sich nicht vom Wasser. Was habe ich falsch gemacht?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.


    Victoria, Österreich
    17.Jun.2004 22:21:54


      Da können viele Faktoren dafür verantworlich sein:
      Wann wurde der Lavendel geerntet? Tageszeit, optimalerweise zur Mittagshitze.
      Hatte er die vergangenen Tage genug Sonne, um ätherisches Öl zu bilden?
      Enthält die verwendete Lavendelsorte überhaupt ätherisches Öl? Im wesentlichen machen nur zwei Sorten für die Ölherstellung Sinn: Lavadin oder echter Lavendel.
      Wieviel Wasser haben Sie verwendet auf wieviel Kraut? Wenn zuviel Wasser verwendet wird, löst sich das ätherische Öl im Wasser auf. Daumenregel: je kg Kraut ein Liter Wasser.
      Wie ist die Destille konstruiert? Auf keinen Fall Anlagen mit Steigrohr verwenden.
      Wurde der Lavendel zerkleinert? Je feiner desto besser. Ein Kräuterzerkleinerer für die Küche schneidet klein genug.
      Wenn das Hydrolat milchig trüb ist, haben Sie ja bereits ätherisches Öl produziert, aber leider zu wenig für eine Ölschicht. Wenn Sie mehr als 1,5 Liter davon haben, destillieren Sie's ein zweites mal, dann wird sich das Öl abscheiden.

    Eintrag Nr. 73:

    Schöne Homepage!
    Ich habe eine Frage: ich möchte gerne selbst Rosenwasser herstellen, wie macht man das genau? Werden hierfür die Rosen in Wasser eingelegt oder wie z.B. beim Tee mit gekochtem Wasser übergossen?


    Heike, Baden
    14.Jun.2004 09:51:40


      Danke!
      Nein, weder noch. Gerade bei Rosen ist der Vorgang nicht ganz einfach, das Prinzip ist wie folgt: Für Rosenwasser werden ölhältige Rosensorten (Damascener oder Apotheker Rose) mit Wasserdampf destilliert. Im Destillat scheidet sich das Rosenöl vom Hydrolat (die wäßrige Phase) ab. Das Hydrolat wird ein zweites mal destilliert, da entsteht wieder Rosenöl und Hydrolat. Diese Fraktion ist das Rosenwasser.
      Wenn Sie die Rosenblütenblätter in Wasser einlegen oder einen Tee daraus machen, wird der Auszug, wenn überhaupt, vollkommen anders als Rosenwasser riechen.

    Eintrag Nr. 72:

    Hallo!
    Kann mir jemand erklären, wie man eigentlich ätherische Öle aus Emulsionen trennt? Benutzt man einfach das Zentrifugieren und saugt sie dann ab, wartet man bis sie sich die Öle absetzen und saugt sie ab oder wendet man ein anderes Verfahren an. Mit freundlichen Grüßen! Hans


    Hans, frankfurt
    29.Mai.2004 20:37:53


      Sie können die Emulsion stehen lassen, das Öl setzt sich ab und kann so abgezogen werden. Industriell werden oft - vorallem bei der Kaltpressung von Zitrusöl - Zentrifugen verwendet, danach wird das Öl abgezogen.

    Eintrag Nr. 71:

    guten tag!
    waehrend der suche nach informationen zum thema natuerliche gifte wurde ich von google auf ihre homepage verwiesen. in dem eintrag nr. 63 las ich ueber die herstellung von giften bei der destillation von verschiedenen pflanzenarten. ich wuerde nun gerne wissen um welche pflanzen es sich genau handelt und ob man das gewonnene gift weiter verwenden kann oder ob es wertlos ist? sie wuerden mir so bei der erstellung eines bioreferates helfen. danke


    frau ullenboom, K
    23.Mai.2004 21:56:33


      In ätherischen Ölen sind neben den anderen Wirkstoffen oft auch die natürlichen Pflanzengifte enthalten. Es hängt aber immer davon ab, ob ein gewisses Gift auch flüchtig ist, d.h. bei einer Destillation auch mitgerissen wird. Das ätherische Öl besteht aus einer Vielzahl von Substanzen, Gifte können nur mit speziellen Laborgeräten (z.B. Gaschromatograph) separiert werden. Generell gilt, daß ätherische Öle wegen der hohen Konzentraion der Inhaltsstoffe immer giftig sind, deswegen sollte vor einer Einnahme (z.B. aus medizinischen Gründen) ausnahmslos immer ein Arzt konsultiert werden. Wertlos ist ätherisches Öl nie, egal ob giftig oder nicht.

    Eintrag Nr. 70:

    Hallo,
    Ich bin von Schnapsbrennen.at auf ihre Seite gekommen und mich würde nun interessieren wie man genau ein Parfum oder eine Creme macht
    Mit freundlichen grüßen,
    Hans Müller


    Hans Müller, D
    18.Mai.2004 21:49:38


      Für Parfum verwenden Sie geschmacks-/geruchsneutralen Alkohol mit 85-95%vol, auf 10 ml kommen ca. 40-60 Tropfen ätherisches Öl. Statt des Alkohols kann man auch Jojobaöl nehmen. Welche Ölsorten Sie zugeben, hängt von Ihrer persönlichen Vorliebe ab. Prinzipiell besteht Parfum immer aus einer Kopfnote (Zitrusöl, Nadelöl), Herznote (Blumenöle), einer Basisnote (Öle aus Rinden und Wurzeln) sowie Gewürzölen.
      Für eine Creme werden zum Beispiel 2 g Bienenwachs, 8 g LAnolin und 20 ml neutrales Öl wie Distelöl erhitzt und geschmolzen, dann gibt man 20 ml Hydrolat zu, das ebenfalls vorher erwärmt wird. Ist die Mischung auf ca. 35°C abgekühlt, so kommen noch 10-15 Tropfen ätherisches Öl hinzu.

    Eintrag Nr. 69:

    Nun hab´ich doch noch etwas vergessen (es ist eben schon ziemlich spät..;-)):
    Mit vieviel Gewichtsprozent Ölausbeute kann bei den Pflanzen überhaupt "maximal" gerechnet werden. Und wie lange dauert solch eine Destillation ca. (damit meine ich nicht die Zeit des mehrwöchigen "stehen lassens" bis zur Trennung des Öl/Hydrolats)?
    Ist aber wahrscheinlich genau so schwierig zu beantworten...??
    Beste Grüße
    A.Clausen


    Asmus Clausen, Cuxhaven
    14.Mai.2004 01:01:13


      Minze hat z.B. 1-3% Ölausbeute, Fenchel 2-5%, Gewürznelken 16-19%, bei Zitronenmelisse hingegen nur 0,015-0,1%. Eine Destillation mit z.B. 1,5 Litern Wasser und 4 Litern Kraut dauert knapp eine Stunde.

    Eintrag Nr. 68:

    Erst einmal ein Kompliment und ein Dankeschön für Ihre tolle, informative Seite...
    Nun meine Frage(n):
    1)Ist es prinzipiell egal ob der Kessel mit einer offenen Flamme (Gasbrenner) oder mit einer elektrischen Heizquelle erhitzt wird, oder spielt der schnellere Temperaturanstieg bei einer offenen Flamme auch eine Rolle?
    2)Diese Frage beinhaltet eigentlich mehrere Fragen und ist sicherlich schwer (wenn überhaupt) zu beantworten. Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus: Wie kann ich wissen, welches die optimale Menge der Gewichtsanteile von Droge/Wasser sind, um die größtmögliche Ausbeute an ätherischem Öl zu erhalten?
    Wenn ich also z.Bsp. 250 Gramm getrocknete Pfefferminzblätter zum Destillationsvorgang verwende, wievel Liter Wasser benötige ich dazu, um die maximale Ausbeute zu erhalten? Wann wird also "nichts" mehr aus der Droge herausdestilliert? Sicherlich, so könnte ich es mir vorstellen, spielt es auch eine Rolle ob die Pflanze frisch oder getrocknet ist, sowie um welche Pflanze (Kamille, Pfefferminz, Calendula, etc.) und welchen Pflanzenteil (Blüte, Kraut, Blatt) es sich handelt? Gibt es dazu "verbriefte" Richtwerte?
    Ich hoffe, dass der Fragenkomplex nicht zu verworren ist und bedanke mich für eine Beantwortung recht herzlich.
    Asmus Clausen


    Asmus Clausen, Cuxhaven
    14.Mai.2004 00:46:27


      Danke!
      ad 1: Nein, es ist egal, mit welcher Heizquelle Sie aufheizen. Einziges Kriterium: das Wasser muß stark kochen.
      ad 2: Bei annähernd allen Drogen kommt das ätherische Öl überwiegend zu Beginn der Destillation, außer z.B. bei harten Pflanzenteilen wie Zimtrinden, das Zimtöl kommt etwas verzögert aus der Anlage. Verwenden Sie 1,5 bis 2 Liter Wasser, wenn Sie mit einem Drogenvolumen von bis zu 7 Litern arbeiten, das ist ausreichend. Dann destillieren Sie in mehrere Fläschchen (Inhalt ca. 200 ml) bis sie voll sind. Sie können gut dreiviertel des Wassers abdestillieren, die Anlage sollte aber niemals trockenlaufen. Somit erhalten Sie ca. 1-1,5 Liter Hydrolat und ätherisches Öl. Natürlich können Sie weiter Hydrolat gewinnen, wenn mehr Wasser zugegeben würde, allerdings läßt die Qualität dann bereits stark nach. Auch bei den 250 g Pfefferminze nehmen Sie 1,5 Liter Wasser, das ätherische Öl der Minze kommt überwiegend zu Beginn, aber auch die Hydrolate sind hervorragend. Sie können damit rechnen, daß in den ersten drei Fläschchen à 200 ml ätherisches Öl vorhanden ist, wobei sich der größte Anteil in der ersten Flasche sammelt. Dann kommt überwiegend nur noch Hydrolat.
      Die Ölausbeute hängt ganz klar von der jeweiligen Pflanze ab. Minzen haben z.B. viel Öl, Zitronenmelissen eher wenig. Bei Kräutern können Sie gernell das gesamte Kraut verarbeiten. Verbriefte Werte gibt es nicht, denn die Ausbeute hängt sehr stark auch von der jeweiligen Region und der Sonneneinstrahlung ab. Je mehr Sonne, umso mehr Öl.
      Frisch oder getrocknet macht z.B. bei der Minze keinen großen Unterschied, wichtig ist allerdings die Trockentechnik (siehe Fachfrage 66).

    Eintrag Nr. 67:

    Fr. Doktor,
    jetzt kommt wieder bald die Zeit für ätherisches Öl der Nadelhölzer. Da bieten sich mehrere Möglichkeiten an: aus nackten dünnen Ästen (ohne Nadeln usw.), aus den Nadeln, aus den Zapfen oder aus allem zusammen. Was würden Sie empfehlen? Daß alles so klein wie möglich geschnitten werden muß ist mir klar.
    Vielen Dank für Ihre Antwort!


    Moritz, Tirol
    13.Mai.2004 14:03:42


      Sie können aus allen drei Teilen, also den Ästen, Nadeln und Zapfen, ätherisches Öl herstellen. Am leichtesten ist natürlich eine Mischung daraus. Verwenden Sie allerdings nur die dünnen Ästchen.

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