Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 81:

    Ich denke daran, den Duft einer bestimmten Blüte zu destillieren, die ähnlich wie eine Windenblüte aufgebaut ist, sehr fragil, und vom Duft her sehr zart. Ich habe in einem Buch einen Bericht gelesen (ich glaube aus Indien), wo solche fragile Blüten zuerst in ein auf Platten aufgetragenes Fett gepresst werden, wenn die Platten dann voll mit Blüten sind, wird dieses Fett (zusammen mit den Blüten ?) irgendwie weiterverarbeitet und die Duftessenz dann destilliert/extrahiert. Ist dieses Verfahren auch für Laien anwendbar ? Bzw. ist auch für solch fragile Duftnoten die Wasserdampfdestillation anwendbar ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ernst Grecht


    Ernst Grecht, Wachau/Österreich
    04.Jul.2004 23:20:54


      Bei diesem Verfahren handelt sich um die Enfleurage. Sie geben Schweinefett oder Kokosfett auf eine Glasplatte, ca. 1cm dick. Dann die Blüten auflegen, nach ca. 3 Tagen die Blüten entfernen (das Fett auf der Platte lassen) und durch frische ersetzen. Dies machen Sie ca. 1 Monat. Die Blütezeit muß daher auch solange dauern, da laufend frische Blüten benötigt werden. Danach die Blüten entfernen und das Fett mit Alkohol mischen, gut rühren und ein paar Stunden ziehen lassen. Die Flüssigkeit abfiltrieren. Sie können die alkoholische Lösung direkt verwenden bzw. weiterverarbeiten (in Seifen o.ä.). Soweit kann dies auch zu Hause, mit einfachen Gerätschaften gemacht werden. Industriell wird der Alkohol unter Vakuum abgedampft und der Rückstand mit org. Lösemitteln weiter verarbeitet, bis eine ölige Konsistenz entsteht. Für Blüten wie z.B. Jasmin kommt die Wasserdampfdestillation nicht in Frage, da die Ausbeute viel zu gering wäre.

    Eintrag Nr. 80:

    Hallo,
    ich bin noch in den Anfängen der Destillation und habe oftmals Hydrolat statt Oel. Da die Hydrolate aber sehr intensiv nach der jeweiligen Pflanze duften bin ich auch nicht entäuscht, da ich das Hydrolat ja auch verwenden kann. Meine Sorge ist die Haltbarkeit, wie kann ich Hydrolat am besten haltbar machen? Kann ich das Hydrolat auch mit Alkohol und (oder) Tinkturen mischen ? Welches Mischverhältnis ist am besten?
    Schon mal lieben Dank
    Andrea


    Andrea, Hessen/Darmstadt
    04.Jul.2004 22:35:56


      Für die bessere Haltbarkeit von Hydrolaten können Sie daraus eine 10%vol alkoholische Lösung herstellen, d.h. für 1 Liter Hydrolat benötigen Sie 120 ml 96%vol Alkohol.

    Eintrag Nr. 79:

    Mein blühender Lavendel erfreut meine Seele und bei meiner Ueberlegung, selber Oel herzustellen, stiess ich auf Ihre super tolle Seite. Für eine gesunde Ernährung - Selbstversorger mit grossem Gemüse- und Kräutergarten - schafften wir uns einen Steamer (96° Dampf) an, mit welchem ich auch Sirup und Gelée herstelle. Also sollte doch auch die Herstellung von Oelen im Steamer möglich sein. Möchte auch Rosmarin- und Salbeiöl herstellen. Hat jemand Erfahrung mit dieser Vorgehensweise? Sollen nur die Blüten, frisch oder getrocknet oder das ganze Kraut zerkleinert verarbeitet werden? Wie ist das Vorgehen mit der Ausbeute, abfüllen, an Sonne stellen, wie lange usw.?
    Bin gespannt und danke herzlich für jede Antwort. Sonnige Grüsse aus der Schweiz.


    Claudia Trinkler, Sarmenstorf, Schweiz
    03.Jul.2004 11:42:38


      Danke!
      :-)
      Ich weiß jetzt leider nicht genau, wie Ihr Steamer aussieht. Wenn ich das englische Wort wörtlich übersetze, müßte es sich um eine Art Dampferzeuger handeln. Leiten Sie den Dampf in ein Gefäß, gefüllt mit den zerkleinerten Kräutern, danach leiten Sie den Dampf in einen Kühler, so daß er kondensiert (wieder flüssig wird). Aus dem Kühler rinnt dann das Hydrolat mit (hoffentlich) einer oben auf schwimmenden Ölschicht.
      Sie können bei Rosmarin und Salbei das ganze Kraut verwenden, frisch oder getrocknet, und immer gut zerkleinert. Ist die Destillation fertig, wird das Öl abgezogen, z.B. mit einer Spritze, und in dunklen Fläschchen kühl aufbewahrt.

    Eintrag Nr. 78:

    Ich habe eine Frage: der Lavendel blüht bereits im Garten, ich möchte auch einmal einen Versuch mit der Ölgewinnung machen. Kann ich die ganze Pflanze zum Destillieren verwenden und sollte diese vorher irgendwie behandelt werden? Mit welcher Ausbeute kann ich hier ca. rechnen?
    Vielen Dank.


    Hans Bremer, Ludwigsburg
    02.Jul.2004 14:05:35


      Ja, man kann für die Herstellung von Lavendelöl das ganze Kraut verwenden. Es wäre auch möglich, ätherisches Öl nur aus den Blüten bzw. nur aus dem Blättern zu machen, aber auch eine Mischung aus allem ist hervorragend. Lassen Sie den Lavendel vor dem Destillieren ca. 1-2 Tage kopfüber trocknen, und pflücken Sie den Lavendel nach zumindest 2 Tagen Sonnenschein. Ernte ist, wenn die Blüten zu verblühen beginnen. Die Ausbeute hängt von der Lavendelsorte ab und liegt zwischen 0,5 und 5%.

    Eintrag Nr. 77:

    Hallo erstmal,
    Kompliment an die schöne Website.
    Ich habe eine Frage: Wir machen gerade in der Schule ein Projekt über ätherische Öle der Kamille, speziell Chamazulen. Wir bräuchten die Rf-Werte oder/und die Extinktionswerte von Chamazulen. Könnten sie uns bitte helfen?
    Gruß Claudia


    Claudia, Bodenseekreis
    23.Jun.2004 10:47:30


      Danke!
      :-)
      Nein, leider habe ich davon weder den Extinktionswert fürs Photometer noch den Brechungsindex (Rf-Wert) gefunden. Die Kernresonanzpeaks (NMR) für 1H und 13C hätte ich, aber die helfen Ihnen wahrscheinlich auch nicht weiter. Der chemische Name von Chamazulen lautet 7-Ethyl-1,4-dimethylazulen. Dies ist die blaue Farbe vom Kamillenöl, und entsteht beim Wasserdampfdestillieren aus dem farblosen Matricin (Proazulen), aber das werden Sie bereits alles wissen...

    Eintrag Nr. 76:

    Hallo Fr. Dr. Malle
    Ich habe einige Fragen zur Herstellung von ätherischen Ölen. Ich möchte zu Johannis am 24.06 Johanniskraut schneiden ca. 10 kg. Meine Frage: kann ich die ganze Pflanze destillieren oder nur die Blüten und Knospen. Muss ich das Kraut trocknen oder kann ich das Kraut frisch destillieren. Habe einen 25l. Kessel, wieviel Wasser muss ich nehmen. Wie groß wird die Ausbeute ca. betragen. Auf was muss man noch achten.
    Danke für Ihre Antwort.
    Und Gruß an Ihren Mann, war im Dezember 03 ein super Seminar.
    Mit Freunlichen Grüßen
    Peter aus Hessen


    Peter Mülich, Hessen
    21.Jun.2004 18:01:48


      Sie können das ganze Johanniskraut inklusive Blüten und Knospen verwenden, aber vor dem Destillieren sehr gut zerkleinern (zuerst mit Schere, anschließend mit Küchenzerkleinerer à la Moulinex). Die Ernte am besten in der Mittagshitze bei praller Sonne durchführen, wenn möglich, sollte vorher zumindest 2-3 Tage sonniges Wetter gewesen sein. Das Kraut sofort nach der Ernte verarbeiten und destillieren, sonst kommt es zu Ölverlusten. Nur wenn richtig getrocknet wird, geht kaum ätherisches Öl verloren: Büschel kopfüber, dunkel, luftig, ca. 3 Tage lang trocknen lassen, bis sie bei Berührung zerfallen. Bei kleinen Mengen brauchen Sie ca. 1 Liter Wasser je kg Kraut. Bei einem 25 l Kessel würde ich ca. 3-4 l Wasser verwenden und den resultierenden Dampfraum vom Kessel dann mit dem zerkleinerten Johanniskraut füllen. Die Ausbeute liegt ca. bei 0,1% ätherisches Öl.
      Danke für die Grüße!
      :-)

    Eintrag Nr. 75:

    Erstmals Komplimente fuer die tolle Web-Site, eine der wenigen ueber dieses Thema...
    Zunaechst zu meinen Fragen... ich destilliere seit sehr weniger Zeit und leider ist mir noch nichts gelungen, deshalb wollte ich ein paar Fragen stellen...
    1.Wie lange dauert es, bis sich das Oel vom Hydrolat trennt?
    2.Wie viel Wasser benoetigt man fuer recht geringen Mengen von Pflanzen?


    giulia, suedtirol
    18.Jun.2004 15:55:45


      Danke!
      ad 1: Sofort. Wenn das Destillat keine Ölschicht hat (wie das bei uns leider schon unzählige male der Fall war), war der Ölgehalt der Pflanze zu gering oder es hatte einen anderen Grund (siehe Frage 74)
      ad 2: Je mehr Wasser, desto mehr Öl löst sich darin auf. Je weniger Wasser, desto größer die Gefahr, daß der Kessel trockenläuft (obwohl interessanterweise die Ausbeute nicht besser wird). Nach unseren Erfahrungen beträgt das Verhältnis etwa 1 Liter Wasser je kg Kraut.

    Eintrag Nr. 74:

    Eine Frage zu Lavendelöl?
    Ich habe letzthin mit Wasserdampf Lavendelblüten destilliert, das Endprodukt ist milchig trüb, und das Öl scheidet sich nicht vom Wasser. Was habe ich falsch gemacht?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.


    Victoria, Österreich
    17.Jun.2004 22:21:54


      Da können viele Faktoren dafür verantworlich sein:
      Wann wurde der Lavendel geerntet? Tageszeit, optimalerweise zur Mittagshitze.
      Hatte er die vergangenen Tage genug Sonne, um ätherisches Öl zu bilden?
      Enthält die verwendete Lavendelsorte überhaupt ätherisches Öl? Im wesentlichen machen nur zwei Sorten für die Ölherstellung Sinn: Lavadin oder echter Lavendel.
      Wieviel Wasser haben Sie verwendet auf wieviel Kraut? Wenn zuviel Wasser verwendet wird, löst sich das ätherische Öl im Wasser auf. Daumenregel: je kg Kraut ein Liter Wasser.
      Wie ist die Destille konstruiert? Auf keinen Fall Anlagen mit Steigrohr verwenden.
      Wurde der Lavendel zerkleinert? Je feiner desto besser. Ein Kräuterzerkleinerer für die Küche schneidet klein genug.
      Wenn das Hydrolat milchig trüb ist, haben Sie ja bereits ätherisches Öl produziert, aber leider zu wenig für eine Ölschicht. Wenn Sie mehr als 1,5 Liter davon haben, destillieren Sie's ein zweites mal, dann wird sich das Öl abscheiden.

    Eintrag Nr. 73:

    Schöne Homepage!
    Ich habe eine Frage: ich möchte gerne selbst Rosenwasser herstellen, wie macht man das genau? Werden hierfür die Rosen in Wasser eingelegt oder wie z.B. beim Tee mit gekochtem Wasser übergossen?


    Heike, Baden
    14.Jun.2004 09:51:40


      Danke!
      Nein, weder noch. Gerade bei Rosen ist der Vorgang nicht ganz einfach, das Prinzip ist wie folgt: Für Rosenwasser werden ölhältige Rosensorten (Damascener oder Apotheker Rose) mit Wasserdampf destilliert. Im Destillat scheidet sich das Rosenöl vom Hydrolat (die wäßrige Phase) ab. Das Hydrolat wird ein zweites mal destilliert, da entsteht wieder Rosenöl und Hydrolat. Diese Fraktion ist das Rosenwasser.
      Wenn Sie die Rosenblütenblätter in Wasser einlegen oder einen Tee daraus machen, wird der Auszug, wenn überhaupt, vollkommen anders als Rosenwasser riechen.

    Eintrag Nr. 72:

    Hallo!
    Kann mir jemand erklären, wie man eigentlich ätherische Öle aus Emulsionen trennt? Benutzt man einfach das Zentrifugieren und saugt sie dann ab, wartet man bis sie sich die Öle absetzen und saugt sie ab oder wendet man ein anderes Verfahren an. Mit freundlichen Grüßen! Hans


    Hans, frankfurt
    29.Mai.2004 20:37:53


      Sie können die Emulsion stehen lassen, das Öl setzt sich ab und kann so abgezogen werden. Industriell werden oft - vorallem bei der Kaltpressung von Zitrusöl - Zentrifugen verwendet, danach wird das Öl abgezogen.

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