Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 86:

    Wenn man z.B. Pfefferminztee macht, hat man dann im Tee auch ätherisches Öl? Kann man auch mit der "Teemethode" Öl gewinnen?

    Jopi, Kärnten
    23.Sep.2004 12:58:04


      Die Zutaten, Wasser und Pfefferminze, sind ident wie bei der Ölgewinnung. Bei der Herstellung einen ätherischen Öles benutzt man allerdings den WasserDAMPF und nicht das flüssige Wasser. Durch den Dampf wird dann das ätherische Öl aus der Pflanze herausgerissen. Kocht man die Pflanze nur im Wasser aus - wie das beim Tee der Fall ist, obwohl hier meist nicht mal gekocht wird, sondern nur heißes Wasser aufgegossen wird - so erhält man Wasser mit dem Krautgeruch und -geschmack, aber niemals ätherisches Öl.

    Eintrag Nr. 85:

    Hallo!
    Ich kenne von meiner Schulzeit die Wasserdampfdestilliation noch anders als hier beschrieben. Wir haben die Stoffe (Rosenblätter etc)in organische Lösungsmittel gegeben und dieses Gemisch dann in einen Kolben mit Wasserdampf erhitzt bzw. das Öl/Lösungsmittelgemisch ausgetrieben. Anschließend erhielt man nach dem Kühler ein 3-Phasengemisch aus ÖL/Lösungsmittel und Wasser. Ist diese Methode nicht wesentlich ertragreicher, da keine Öle im Wasser bzw. in den Blättern bleiben? Wie unterscheidet sich die Qualität dieser Öle von den hier wie hier beschriebenen Destillen (Aromakorb)? Soweit ich mich erinnern kann, war die richtige Kombination aus gewünschten Öl und Lösungsmittel wichtig da es nach der Destillation zu einer Trennung kommen mußte. Kennen sie die möglichen Kombinationen bzw. die geeignetse Lösungsmittel? Wie ist die Qualität der Öle, wenn ich den dampf direkt in den Kolben einleite, der mit den Blättern oder Gewürzen gefüllt ist? Das könnte ich leichter mit meinen vorhandenen Destille realisieren, da ich keinen Platz für den Aromakorb habe.
    Vielen Dank für ihre fachmänische Informationen.
    ML


    Markus L, OÖ
    29.Aug.2004 19:08:07


      Sie meinen eine spezielle Art der Lösemittelextraktion, ja, die ist wesentlich ertragreicher, das stimmt. Allerdings mit dem Nachteil, dass die Produkte dann mit diesem Lösemittel verunreinigt sind (auch wenn man's bis unter die Nachweisgrenze abtrennt), das Öl ist daher z.B. bei der Aromatherapie nicht mehr anwendbar. Bereits die Lösemittelrückstände aus den gekauften Ölen sind nicht bedenkenlos. Ein weiterer Nachteil: mit einem organischen Lösemittel haben Sie eine andere Zusammensetzung des ätherischen Öles, da ja die Löslichkeit anders ist, daraus ergibt sich eine andere Wirkstoff-Zusammensetzung. Zur industriellen Lösemittelextraktion wird z.B. nur n-Hexan (ohne Wasser/dampf) zusammen mit Rosenblättern in den Kessel gegeben. Danach wird das Lösemittel bis unter die Nachweisgrenze verdampft, das ist zuhause ohne Laborbedingungen kaum mehr möglich. Machen Sie dies nicht, dann haben Sie das Lösemittel auf der Haut, was keinesfalls gesund ist.
      Eine herkömmliche Wasserdampfdestillation ist gänzlich ohne Lösemittel. Ätherische Öle mittels Wasserdampfdestillation haben keine Lösemittelrückstände und können für alle Anwendungen verwendet werden. Sie können sehr wohl Wasserdampf in den Kolben einleiten, allerdings geben Sie in den Kolben nur die zerkleinerten Pflanzen und keinesfalls irgendein Lösemittel.

    Eintrag Nr. 84:

    Hallo Herr Schmickl,
    ich habe letztes Jahr bei der Herstellung eines angesetzen Haselnusslikörs ein nicht unerhebliche Menge reines Nussöl erhalten. Ist es möglich dieses Öl auch über eine Wasserdampfdestilation zu extrahieren ?
    Vielen Dank
    M. Höllering


    M.Höllering, OÖ
    19.Jul.2004 15:54:20


      Beim Nußöl handelt es sich nicht um ätherisches, sondern um fettes Öl. Es wird in der Regel durch Kaltpressung gewonnen, Wasserdampfdestillation ist bei fetten Ölen nicht möglich. Die Extraktion mit organischen Lösemitteln funktioniert jedoch zumindest teilweise, wie Sie ja schon bemerkt haben...
      ;-)

    Eintrag Nr. 83:

    Nachtrag / Information zu Eintrag/Antwort Nr. 79
    Ein Steamer ist das Multitalent von Kombi-Backofen, der alles kann: dämpfen, backen, grillieren, mit Intervall sogar gleichzeitig dämpfen und backen - der Taum jeder Hausfrau aus Schweizer Produktion. Unterschiedliche Nahrumgsmittel wie Fisch, Gemüse, Früchte, Reis, Kartoffeln etc. werden gleichzeitig gegart. Weil die Wärme durch Kondensation übertragen wird, können sich die Aromen nicht vermischen, Vitamine, Minerale, Spurenelemente bleiben erhalten, es gibt keinen Gewichts- Farb- oder Geschmacksverlust, alles Gemüse wird super ohne Zugabe von Gewürzen und Fett. Brot u.a. Backwaren werden schöner und knuspriger als vom Bäcker.
    Ergänzung zur Anfrage Nr. 79:
    Den Dampf kann ich nicht in ein Gefäss leiten oder abfangen. Ich lege die Blüten u/o das Kraut in den gelochten Garbehälter und hoffe, die aufgefangene Flüssigkeit zur Herstellung von Oel verwenden zu können. Nennt man diese Flüssigkeit "das Hydrolat"? Was, wenn keine Oelschicht vorhanden. Hoffe sehr, es funktioniert mit dem Steamer.
    Herzlichsten Dank für Ihre Antwort und beste Grüsse
    Claudia Trinkler


    Claudia Trinkler, Sarmenstorf, Schweiz
    09.Jul.2004 09:13:33


      Danke für die ausführliche Erklärung, aber leider muß ich Sie enttäuschen, damit können Sie nicht destillieren. Eine (Wasserdampf-) Destillationsapparatur funktioniert wie folgt: Wasser wird zum Kochen gebracht und oberhalb, im Dampf, befinden sich die Kräuter. Soweit entspricht dies einem Steamer. Jetzt kommt der Unterschied: der Dampf (angereichert mit den ätherischen Ölen der Pflanzen) wird dann in einen Kühler geleitet, wo er kondensiert, also wieder flüssig wird. Das Destillat hat zwei Phasen, die wäßrige, das Hydrolat, und die Ölschicht.
      Sie müßten also ganz oben im Steamer ein Loch bohren und von dort den Dampf in einen Kühler leiten.
      Die Flüssigkeit die Sie meinen, der sogenannte "Sumpf", ist das was beim Destillieren überbleibt und, da die Inhaltsstoffe regelrecht zerkocht wurden, nur mehr zu verwerfen. Darin sammelt sich kein Öl. Der Sumpf ist kein Hydrolat (auch dieses hat sich NUR aus dem Dampf gebildet), sondern bestenfalls als sehr starker (ungenießbarer) Tee zu beschreiben.

    Eintrag Nr. 82:

    Hallo,
    ich bin Hobbyimker und würde gern eine Propolistinktur ohne Akohol herstellen. Normalerweise wird Propolis von Imkern in Weingeist (98%iger Alkohol) angesetzt und daraus dann die Tinktur durch Filterung gewonnen. Da aber immer mehr Nachfragen noch einer Propolistinktur ohne Alkohol kommen (speziell für Kinder), würde ich gerne wissen, ob man mit Wasserdampfdestillation eine Propolistinkutur herstellen kann, bzw. ob die sehr empfindlichen Inhaltsstoffe bei der Destillation beschädigt werden.
    schöne Grüße
    Herbert Daniel


    herbert daniel, Niederösterreich
    06.Jul.2004 09:04:22


      Nein, mit einer Wasserdampfdestillation kann eine Propolistinktur nicht hergestellt werden. Sie könnten es mit Öl versuchen (Jojobaöl o.ä.), aber dann ist es keine Tinktur mehr...

    Eintrag Nr. 81:

    Ich denke daran, den Duft einer bestimmten Blüte zu destillieren, die ähnlich wie eine Windenblüte aufgebaut ist, sehr fragil, und vom Duft her sehr zart. Ich habe in einem Buch einen Bericht gelesen (ich glaube aus Indien), wo solche fragile Blüten zuerst in ein auf Platten aufgetragenes Fett gepresst werden, wenn die Platten dann voll mit Blüten sind, wird dieses Fett (zusammen mit den Blüten ?) irgendwie weiterverarbeitet und die Duftessenz dann destilliert/extrahiert. Ist dieses Verfahren auch für Laien anwendbar ? Bzw. ist auch für solch fragile Duftnoten die Wasserdampfdestillation anwendbar ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ernst Grecht


    Ernst Grecht, Wachau/Österreich
    04.Jul.2004 23:20:54


      Bei diesem Verfahren handelt sich um die Enfleurage. Sie geben Schweinefett oder Kokosfett auf eine Glasplatte, ca. 1cm dick. Dann die Blüten auflegen, nach ca. 3 Tagen die Blüten entfernen (das Fett auf der Platte lassen) und durch frische ersetzen. Dies machen Sie ca. 1 Monat. Die Blütezeit muß daher auch solange dauern, da laufend frische Blüten benötigt werden. Danach die Blüten entfernen und das Fett mit Alkohol mischen, gut rühren und ein paar Stunden ziehen lassen. Die Flüssigkeit abfiltrieren. Sie können die alkoholische Lösung direkt verwenden bzw. weiterverarbeiten (in Seifen o.ä.). Soweit kann dies auch zu Hause, mit einfachen Gerätschaften gemacht werden. Industriell wird der Alkohol unter Vakuum abgedampft und der Rückstand mit org. Lösemitteln weiter verarbeitet, bis eine ölige Konsistenz entsteht. Für Blüten wie z.B. Jasmin kommt die Wasserdampfdestillation nicht in Frage, da die Ausbeute viel zu gering wäre.

    Eintrag Nr. 80:

    Hallo,
    ich bin noch in den Anfängen der Destillation und habe oftmals Hydrolat statt Oel. Da die Hydrolate aber sehr intensiv nach der jeweiligen Pflanze duften bin ich auch nicht entäuscht, da ich das Hydrolat ja auch verwenden kann. Meine Sorge ist die Haltbarkeit, wie kann ich Hydrolat am besten haltbar machen? Kann ich das Hydrolat auch mit Alkohol und (oder) Tinkturen mischen ? Welches Mischverhältnis ist am besten?
    Schon mal lieben Dank
    Andrea


    Andrea, Hessen/Darmstadt
    04.Jul.2004 22:35:56


      Für die bessere Haltbarkeit von Hydrolaten können Sie daraus eine 10%vol alkoholische Lösung herstellen, d.h. für 1 Liter Hydrolat benötigen Sie 120 ml 96%vol Alkohol.

    Eintrag Nr. 79:

    Mein blühender Lavendel erfreut meine Seele und bei meiner Ueberlegung, selber Oel herzustellen, stiess ich auf Ihre super tolle Seite. Für eine gesunde Ernährung - Selbstversorger mit grossem Gemüse- und Kräutergarten - schafften wir uns einen Steamer (96° Dampf) an, mit welchem ich auch Sirup und Gelée herstelle. Also sollte doch auch die Herstellung von Oelen im Steamer möglich sein. Möchte auch Rosmarin- und Salbeiöl herstellen. Hat jemand Erfahrung mit dieser Vorgehensweise? Sollen nur die Blüten, frisch oder getrocknet oder das ganze Kraut zerkleinert verarbeitet werden? Wie ist das Vorgehen mit der Ausbeute, abfüllen, an Sonne stellen, wie lange usw.?
    Bin gespannt und danke herzlich für jede Antwort. Sonnige Grüsse aus der Schweiz.


    Claudia Trinkler, Sarmenstorf, Schweiz
    03.Jul.2004 11:42:38


      Danke!
      :-)
      Ich weiß jetzt leider nicht genau, wie Ihr Steamer aussieht. Wenn ich das englische Wort wörtlich übersetze, müßte es sich um eine Art Dampferzeuger handeln. Leiten Sie den Dampf in ein Gefäß, gefüllt mit den zerkleinerten Kräutern, danach leiten Sie den Dampf in einen Kühler, so daß er kondensiert (wieder flüssig wird). Aus dem Kühler rinnt dann das Hydrolat mit (hoffentlich) einer oben auf schwimmenden Ölschicht.
      Sie können bei Rosmarin und Salbei das ganze Kraut verwenden, frisch oder getrocknet, und immer gut zerkleinert. Ist die Destillation fertig, wird das Öl abgezogen, z.B. mit einer Spritze, und in dunklen Fläschchen kühl aufbewahrt.

    Eintrag Nr. 78:

    Ich habe eine Frage: der Lavendel blüht bereits im Garten, ich möchte auch einmal einen Versuch mit der Ölgewinnung machen. Kann ich die ganze Pflanze zum Destillieren verwenden und sollte diese vorher irgendwie behandelt werden? Mit welcher Ausbeute kann ich hier ca. rechnen?
    Vielen Dank.


    Hans Bremer, Ludwigsburg
    02.Jul.2004 14:05:35


      Ja, man kann für die Herstellung von Lavendelöl das ganze Kraut verwenden. Es wäre auch möglich, ätherisches Öl nur aus den Blüten bzw. nur aus dem Blättern zu machen, aber auch eine Mischung aus allem ist hervorragend. Lassen Sie den Lavendel vor dem Destillieren ca. 1-2 Tage kopfüber trocknen, und pflücken Sie den Lavendel nach zumindest 2 Tagen Sonnenschein. Ernte ist, wenn die Blüten zu verblühen beginnen. Die Ausbeute hängt von der Lavendelsorte ab und liegt zwischen 0,5 und 5%.

    Eintrag Nr. 77:

    Hallo erstmal,
    Kompliment an die schöne Website.
    Ich habe eine Frage: Wir machen gerade in der Schule ein Projekt über ätherische Öle der Kamille, speziell Chamazulen. Wir bräuchten die Rf-Werte oder/und die Extinktionswerte von Chamazulen. Könnten sie uns bitte helfen?
    Gruß Claudia


    Claudia, Bodenseekreis
    23.Jun.2004 10:47:30


      Danke!
      :-)
      Nein, leider habe ich davon weder den Extinktionswert fürs Photometer noch den Brechungsindex (Rf-Wert) gefunden. Die Kernresonanzpeaks (NMR) für 1H und 13C hätte ich, aber die helfen Ihnen wahrscheinlich auch nicht weiter. Der chemische Name von Chamazulen lautet 7-Ethyl-1,4-dimethylazulen. Dies ist die blaue Farbe vom Kamillenöl, und entsteht beim Wasserdampfdestillieren aus dem farblosen Matricin (Proazulen), aber das werden Sie bereits alles wissen...

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