Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 456:

    Vielen Dank! Das macht natürlich Sinn. Im industriellen Massstab spielt natürlich die Rückgewinnung eine nicht unwesentliche Rolle. Dass ich darauf nicht gekommen bin... Naja, für mich als "Privatanwender" hat n-Pentan m.E. nur Vorteile.
    Neue Frage: Aus reiner Neugier habe ich die Blütenblätter zweier "Red Naomi"-Rosen kleingeschnitten und in Trinkfeinsprit eingelegt. Nach dem Filtrieren wurde der Alkohol abgedampft und es blieb eine duftende, rote, halbfeste Masse übrig. Laut Züchter seien die Red Naomis die einzigen kommerziell gezüchteten Rosen, die duften. Kann es also sein, dass ich hier tatsächlich ein Concrète mit ätherischen Ölen gewonnen habe?
    Ich war bisher der Meinung, dass nur die Damaszener- und Apothekerrosen ätherische Öle besitzen.
    Nochmals vielen Dank für den Geistesblitz!


    scenter, Schweiz
    30.Mär.2015 13:48:31


      Doch, gemäß Ihrer Beschreibung ist das nichts anderes als Concrete!
      Bezüglich Rosensorte: ja, das dachte ich auch immer, aber Sie haben im praktischen Versuch ja gezeigt, dass auch andere Rosensorten sinnvoll verwertbar sind. Danke für den Tipp!

    Eintrag Nr. 455:

    Vorweg: Ich möchte mit verschiedenen Methoden ätherische Öle gewinnen. Ihr Buch liefert dazu sehr schöne Ideen, Tips und Anregungen, vielen Dank.
    Eine Frage zur Lösemittelextraktion plagt mich allerdings:
    Warum wird so oft n-Hexan, nicht aber n-Pentan verwendet? Die Kapazitäten sind doch sehr vergleichbar, aber n-Pentan hat einen Siedepunkt von 36 Grad. Das Zeug verdampft also quasi "bei Berührung".
    Es ist mir klar, dass bei solchen Verfahrensweisen immer Rückstände bleiben. Diese Diskussion möchte ich ausdrücklich nicht anstossen.
    Vielen Dank


    scenter, Schweiz
    26.Mär.2015 09:50:50


      Danke, freut uns!
      Wahrscheinlich wegen der einfacheren Verarbeitung. Bei der Lösemittelextraktion wird das Lösemittel durch abdampfen wieder zurück gewonnen. Ist der Siedepunkt sehr niedrig, muss mehr gekühlt bzw. bei größerem Vakuum gearbeitet werden, also mehr Aufwand.

    Eintrag Nr. 454:

    Liebe Forumsteilnehmer!
    Damit ätherische Öle ihren Duft und Wirkung durch einen Raumduft Diffuser (bestehend aus einem Gefäß samt Holzstäbchen) optimal entfalten können, sollte sich das ätherische Öl in der Flüssigkeit zur Gänze auflösen bzw. damit binden.
    Kann hier jemand vielleicht Tipps geben, wie man einen 100ml Diffuser dementsprechend befüllt?
    Beste Wünsche!


    Dimitrij, Wien
    17.Mär.2015 09:16:00


      Am einfachsten mit Weingeist (Ethanol 96%vol) aus der Apotheke. In 96%vol Alkohol sind eigentlich alle ätherischen Öle gut löslich, aber natürlich nur bis zu einer gewissen Menge. Darüber hinaus z.B. Lecithin zugeben, damit sich alles besser vermischt. Die jeweiligen Mengen sind sehr stark von der gewünschten Duftintensität, der Art des ätherischen Öles, der Zimmertemperatur usw. abhängig. Kurzum: Sie sollten mehrere Mischungen mit unterschiedlichen Mengenverhältnissen ausprobieren.

    Eintrag Nr. 453:

    Hallo nach Kärnten,
    ich habe folgende Frage:
    In Ihrem Buch beschreiben Sie die Herstellung von Shampoo und Duschbad. Nun habe ich selber Schmierseife hergestellt und möchte sie weiterverarbeiten.
    Ist es unbedingt notwendig die Zutaten zu erhitzen? Und warum fügt man Alkohol hinzu?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Schöne Grüße aus Tirol
    Christine Gstrein


    Christine Gstrein, Tirol
    09.Mär.2015 14:53:10


      Durch das Erhitzen vermischen sich die Zutaten besser, der Alkohol beim Shampoo ist wegen der Haltbarkeit und flüssigeren Konsistenz.

    Eintrag Nr. 452:

    Geehrte Fr. Dr. Malle, liebe Forumteilnehmer,
    Welche Sicherheitsvorschriften sind beim Verkauf eines Parfums zu beachten? Gibt es in Österreich ein Institut, welches eine Verkehrsfähigkeitsprüfung durchführt für Parfums und ätherische öle?
    Danke im voraus


    Stefan, Burgenland
    11.Feb.2015 10:06:46


      Siehe Wirtschaftskammer Österreich (www.wko.at), Parfümeriewaren, Kosmetikrecht. Dort wurde ein Leitfaden zur EU-Kosmetikverordnung erstellt. Oder europäischen Kosmetikrichtlinie 91/155/EWG bzw. Richtlinie 76/768/EWG über kosmetische Mittel

    Eintrag Nr. 451:

    Guten Tag
    Ich habe das Buch ätherische Öle selbst herstellen gelesen und habe Destilliert. Ich finde das buch sehr hilfreich, das einzige was mich stört ist, dass manchmal nur die Ausbeute der samen (und des getrockneten) produktes angegeben ist.
    Ich wollte fragen ob die ausbeute bei frischem ingwer kleiner ist und wie ich den ingwer trocknen soll.
    Danke im Voraus
    Rolf

    P.S. Ich habe 1,5 kg ingwer für 11 chf in einem indischen laden gekauft :)


    Rolf, Schweiz
    20.Jan.2015 13:03:25


      Viele Pflanzenmaterialien, vorallem aus exotischen Ländern, sind hier in Mitteleuropa nicht frisch erhältlich. Wurzeln werden normalerweise immer getrocknet und fermentiert vor der Destillation, das schließt das harte Material auf, sodass beim Destillieren das ätherische Öl besser entweichen kann. Frischer Ingwer ist jedoch relativ weich, sollte daher auch ohne Trocknen funktionieren. Einige Tropfen Anti-Schaum zugeben, sonst schäumt es wie verrückt, der Kesselinhalt kocht über, beim Kühler kommt dann so eine Art Ingwertee mit Schaum heraus...
      Ingwer würfelig schneiden, auf einem Packpapier ausbreiten, bei Zimmertemperatur liegen lassen, anfangs täglich wenden, nach ein/zwei Wochen nur noch alle paar Tage, nach weiteren zwei Wochen nur noch einmal wöchentlich. Direktes Sonnenlicht meiden, wärmt das Material auf, die Folge ist Ölverlust.

    Eintrag Nr. 450:

    Hallo
    Ein herzliches Danke vorerst fuer die tolle und ausfuehrliche Beratung und richtige Entscheidung der Destille. Ich bin sehr zufrieden mit der Leonardo und Destilliere alles was sich findet:-)
    Nun hab ich 2 Fragen
    1. Die Destille wird recht dunkel mit der Zeit vor allem im Innenraum also reinige ich sie oft mit Zitrone und Salz oder ab und an mit Zitronensaeure. Ich habe gelesen das ich im Innenraum aufpassen sollte da das metall sich dunkel verfaerbt. Nun ich habe nicht aufgepasst. Ist das noch zu reinigen? Und beeintraechtigt die Verfaerbung das Destillat?
    2. Ich machen zum groessten Teil Hydrolate und wenn ich trockene Kraeuter habe kann ich auch bis 1:3 oder mehr destillieren. Leider kann ich die Destille oft nicht ganz fuellen weil ich nicht genuegend Wasser einfuellen kann. Mit 1 1/5 liter werden die kraeuter schon mit Wasser beruehrt. Wobei bei der kleinen Leonardo ich oft 2-3 liter brauchen koennte.Gibt es auch einen groesseren Wasserkessel zur Leonardo oder waere das in Planung? Ich liebaeugel schon auf die groessere Leonardo kann da auch schon zur Bestellung ein groessere Wasserkessel angefragt werden? Kann sowas angefertigt werden?
    Vielen Dank inzwischen
    Nicole


    Nicole, Suedtirol
    19.Jan.2015 18:12:07


      Danke, das freut uns!
      ad 1) Das ist Patina, ist eine Schutzschicht, hat nichts mit Grünspan (giftig) zu tun, der ist tatsächlich grün. Die Anlage mit einem Putzschwämmchen und Geschirrspülmittel reinigen genügt vollkommen, metallisches Kupfer ist sehr reaktiv, oxidiert immer an der Oberfläche und wird mit der Zeit daher dunkel.
      ad 2) Sie können den Kühler auch abnehmen und oben frisches Wasser nachfüllen. Größere Kessel als 2 Liter sind in Österreich meldepflichtig, auch wenn nur Wasser damit destilliert wird.

    Eintrag Nr. 449:

    Hallo!
    Meine Frage ist ob ich zerkleinertes Material auch am nächsten Tag, mit gleicher Ausbeute verwenden kann?
    Und wie packe ich es richtig ein um das ätherische Öl nicht zu verlieren ?
    Danke im voraus und liebe Grüße Sylvia Narnhofer!


    Narnhofer Sylvia, steiermark
    10.Okt.2014 20:56:06


      Wird frisches zerkleinertes Pflanzenmaterial in Form eines Haufens auch nur einen Tag liegen gelassen, beginnt es zu fermentieren. Das merkt man daran, dass das Innere des Haufens warm wird. Ausbeuteverluste und schlechtere Qualität sind die Folge. Oft tritt die Fermentation schon nach einigen Stunden ein. Daher am besten auf einem Packpapier zu einer dünnen Schicht ausbreiten, und einmal täglich wenden, sodass es trocknen kann ohne zu fermentieren oder zu schimmeln. Getrocknete oder angetrocknete Kräuter können problemlos auch destilliert werden.

    Eintrag Nr. 448:

    Hallo und erstmal ein großes Dankeschön für die profunde Beantwortung meiner bisherigen Fragen!
    Zum Eintrag 108 und 110: Da wird Trägeröl verwendet, um sehr geringe Mengen von ätherischem Öl bzw. dessen Reste aus dem Hydrolat herauszubekommen. Damit kauft man sich auch eine geringere Haltbarkeit ein. Meine Frage: ist mit der Haltbarkeit von Jojobaöl (2-3 Jahre lt. Buch) das Maximum erreicht? Ist dieses Öl völlig geruchlos und wie erkennt man dessen gute Qualität beim Einkauf (oder ev. eines länger haltbaren, ebenfalls geruchlosen Öls)?


    Erwin H., Österreich
    14.Sep.2014 21:39:14


      Danke, wir bemühen uns!
      Stimmt, pflanzliche fette Öle sind im allgemeinen "nur" einige Jahre haltbar. Ja, dieses Öl ist geruchslos, Qualität ist am Preis erkennbar. Nur durch Aussehen, Geruch, Verhalten auf der Haut etc. ist das ohne entsprechender Erfahrung leider nicht möglich.
      Fettes Öl wird ranzig wenn es nicht mehr zu verwenden ist, daher geruchlich eindeutig erkennbar.

    Eintrag Nr. 447:

    Hallo an das Forum,
    zunächst einmal ein dickes Lob an die Verfasser des Buches "Ätherische Öle selbst hergestellt". Sehr liebevoll aufbereitet, mit vielen Bildern. Noch dazu viele praktische Tipps zur Weiterverarbeitung, s. Parfüm, Badeöle etc. Allein für dieses Thema ist es schwierig ein praktisch orientiertes Buch zu finden. Also.. Sehr gute Arbeit! :-).. und danke auch für die heutige freundliche Tel. Beratung!

    Nun meine Frage, die zwar bereits ähnlich gestellt wurde, aber mir noch nicht komplett beantwortet schien.
    Mir geht es um die Florentiner Vase (s. 67/68 im Buch) und das Prinzip des Ölablaufs. Klar ist, das Hydrolat tropft bei Überlauf aus dem Schwanenhals (U-Bogen) ab. Allerdings, wie soll das mit dem Ölabfluss funktionieren? Die Ölmenge ist ja variabel und wird mehr je länger der Vorgang der Destillation dauert. Zudem muß sich das Öl ja erst einmal absetzen, braucht also Zeit. Demnach ergibt ein kontinuierlicher Ablauf des Öles keinen Sinn. Und... wo (auf welcher Höhe) setze ich das Rohr bzw. den Ölablauf an der Florentiner Vase an? Wie gesagt, die Ölmenge kann ja variieren... Kontinuierlicher Ablauf oder gibt es ein Ventil?

    Zweite Frage: Warum soll der Einlauf für das Kaltwasser im Kühlkessel unten sein und nicht oben? Wegen gutem Erfahrungswert?... oder weil der eingearbeitete Helm wo sich der Dampf absetzt einfach sehr flach ist und sich das Wasser vermutlich am Boden v.a. erhitzt (also konstruktionsbedingt)?

    Danke im Voraus!

    Andreas


    Andreas K., Bayern
    10.Sep.2014 16:09:29


      Danke, das freut uns! :-)

      Florentiner Vase ohne Ölabfluss:
      Öl-Hyrolat-Gemisch fließt in die vorerst leere Vase und trennt sich sofort voneinander. Öl schwimmt obenauf (das Prinzip funktioniert nur bei Ölen leichter als Wasser). Wenn die Vase voll ist rinnt über den Schwanenhals die überschüssige Flüssigkeit ab. Da der Schwanenhals unten an der Vase beginnt, kann im vollen Zustand somit kein Öl nach unten strömen und gelangt somit auch nicht in den Schwanenhals. Wird also weiterhin Öl-Hydrolat-Gemisch in die Vase gegeben, bleibt der obere Flüssigkeitsspiegel (der vom gesamten Inhalt) gleich hoch, der Schwanenhals ist schließlich der Überlauf, aber die Ölschicht wird immer dicker, d.h. der untere Flüssigkeitsspiegel (Öl zu Hydrolat) sinkt immer weiter nach unten.
      Florentiner Vase mit Ölabfluss:
      gleich wie oben, nur dass es in exakt gleicher Höhe wie der höchste Punkt vom Schwanenhals im Inneren des Gefäßes noch einen zusätzlichen Überlauf für's Öl gibt. Beim Auffüllen bildet sich wieder eine Ölschicht, die Schichthöhe ist abhängig vom Ölgehalt des Gemisches. Sobald die Vase voll ist und weiter Gemisch zugeben wird, bleibt der Flüssigkeistspiegel Öl-Hydrolat diesmal jedoch unverändert, das Öl rinnt über den inneren Überlauf ab. Das Gemisch wird in der Regel über einen Trichter zugegeben, dessen Stiel so lange ist, dass er bis in die Hydrolatschicht hinein reicht. Verlässt beim Eingießen das Gemisch den Stiel, strömt das Öl somit nach oben.
      Stimmt, die Abtrennung ist nicht wirklich vollständig, daher werden in der Regel auch mehrere solcher Florentinervasen hintereinander geschalten. Solche Geräte sind nur im industriellen Maßstab mit großen Ölmengen sinnvoll einsetzbar, da ja trotz allem ein gewisser Schwund des wertvollen Öles nicht zu vermeiden ist. Z.B. die Ölschicht die in der Vase notwendig ist, damit überhaupt Öl aus dem inneren Überlauf abrinnen kann. Ohne Schicht rinnt natürlich nur Hydrolat bzw. im besten Fall wieder ein Gemisch aber kein reines Öl ab. Daher ist es im kleinen Maßstab viel sinnvoller so vorzugehen wie im Buch ausführlich beschrieben.

      Die LEONARDO® wurde von uns so konstruiert, dass der Kühler auch tatsächlich wie ein Kühler funktioniert und der gesamte Dampf problemlos vollständig kondensieren kann. D.h. die Kühlkuppel im Inneren ist entsprechend hoch und das Wasserbecken darüber ausreichend groß um dies zu gewährleisten. Da ist nichts "sehr flach". Ein flacher "eingearbeiteter Helm" wäre schlichtweg eine Fehlkonstruktion, ebenso ein Zu- und Ablauf des Kühlwassers in gleicher Höhe. Wie soll da das warme Wasser vom zugeleiteten Wasser verdrängt werden?
      Übrigens sind alle inneren Bereiche des Kühlers und der restlichen Anlage mit der Hand und einem Putzschwämmchen frei zugänglich, sodass die gesamte Anlage restlos gründlich gereinigt werden kann. Denn nichts ist lästiger, als wenn Reste der vorherigen Destillation das ätherische Öl bzw. Hydrolat verunreinigen. Da treten dann so Effekte auf wie tiefblaues Lavendelöl, weil vorher Kamille destilliert wurde.

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