Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 111:

    Hallo,
    ich finde Ihre Seite sehr interessant und berlege, ob ich an das noch zu buchende Seminar ur Herstellung von Ätherischen Ölen teilnehme. ielleicht im Voraus möchte ich Folgendes fragen: eine Familie und ich (Heilpraktikerin sychotherapie) wollen nach Paraguay auswandern, wo wir Land gekauft haben. Dort möchten wir aufforsten und Heilkräuter anbauen. Mich würde das Thema ätherische Öle, insbesondere Rosenöl-Herstellung sehr interessieren. Wie hoch ist der Aufwand dieses Öl herzustellen, wie hoch sind die Kosten für die dazubenötigten Anlagen und wie gut sind die Möglichkeiten dieses Öls zu verkaufen? Ich werde mir zunächst gleich ihr Buch über die Herstellung kaufen und hoffe, sie können mir diese Fragen beantworten.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Angelique


    Angelique Rode, Rhein-Pfalz
    23.Dez.2004 12:22:37


      Danke!
      Für die Rosenölherstellung brauchen Sie spezielle Rosensorten, z.B. die Damaszenerrose. Bei Rosen wird - im Unterschied zu den anderen ätherischen Ölen - zweimal destilliert. Die Kosten für die Anlagen hängen natürlich von der Größe der Geräte ab, Kleindestillen für den Hobbybereich finden Sie im Menü links. Das Rosenöl zu verkaufen - sofern Sie eine gute Qualiät erzeugen - sollte kein Problem darstellen.

    Eintrag Nr. 110:

    Hallo,
    nochmal zu 108. Muß ich Hydrolat und Trägeroel 1:1 mischen? Oder kann ich weniger Trägeroel verwenden? Muß ich aufschütteln? Wie lange muß ich warten bis ich das Trägeroel vom Hydrolat trennen kann? ( Also wann ist das ätherische Oel im Trägeroel?)
    Vielen lieben Dank
    Andrea


    Andrea, Hessen
    17.Dez.2004 02:04:01


      Sie müssen nicht das Verhältnis 1:1 wählen, auch weniger Trägeröl ist natürlich möglich. Je weniger Trägeröl verwendet wird, umso konzentrierter ist dann das ätherische Öl im jeweiligen Trägeröl. Das Gemisch Trägeröl / Hydrolat kräftig schütteln, am besten mit einem Scheidetrichter, danach ca. 1/2 Stunde stehen lassen, bis sich die beiden Phasen wieder schön getrennt haben. Danach die beiden Phasen trennen. Je weniger Trägeröl Sie verwenden, desto schlechter ist klarerweise auch der Übertrag, d.h. es kann durchaus Sinn machen, wenn das Verhältnis ca. 1:10 oder kleiner ist, mit frischem Trägeröl ein zweites mal zu schütteln und abzutrennen.

    Eintrag Nr. 109:

    guten tag...
    erstmal muss ich sagn dies hier is eine sehr schöne hp und das man seinen eintrag nachträglich noch verändern kann is total genial und hilfreich!! so aba jetz zu meinen fragen:

    ich möchte gerne lavendelöl herstellen und bin auch an der herstellung von verschiedensten ölen und destillaten interessiert... ich habe einige einträge und antworten gelesen aber bin da nicht ganz schlau draus geworden...

    wo bekomme ich als privatperson destillationsanlagen bzw die bauteile dazu so billig wie möglich her??´gibt es da evtl. eine möglichkeit gebrauchte anlagen von irgendwoher zu beziehen?? kennen Sie vielleicht einige personen oder institute von denen man soetwas beziehen könnte? habe wirklich nicht viel geld darum möchte ich gerne so billig wie möglich mir etwas beschaffen...
    ich bin auch generell an verschiedensten destillationsverfahren interessiert und würde dadurch wirklich gerne eine effektive aperatur mir bauen oder zulegen mit der ich evtl auch grössere mengen herstellen könnte...
    und das mit dem wassertopf und dem wok aus kühlung habe ich nicht ganz verstanden.. haben Sie vieleicht ein paar gute links zu seiten mit guten beschreibungen für destillation allgemein speziell auch für öle... oder einige bilder von aperaturen oder produkten... oder können sie mir etwas empfehlen?
    kann man auch einen "normalen" destillator so umbaun damit man damit auch effektiv öle herstellen kann? oder sind ihre destille speziell nur für öle?
    auf welche materialien sollte man achten??
    fänd ich nett wenn sie mir vielleicht einige tips links oder beschreibungen geben können wie ich evtl auch aperaturen aus haushaltsgegenständen oder provisorisch bauen kann... ich möchte aber trotzdem gerne in guter qualität und professionell destillieren oder extrahieren...

    ich freue mich auch gerne über eine email als antwort falls sie mehr zu schreiben haben.. täte allgmein auch gerne mit Ihnen in email-kontakt bleiben falls ich nachträglich noch fragen habe.. auch wnen ich mir vielleicht eine apperatur gebaut oder zugelegt habe... schreibe lieber mails als ewig lange texte in foren zu posten ;)
    freue mich auch allgemein über nachrichten von leuten die mir tips geben können/wollen und mir behilflich sein können.. danke schonmal..

    wäre echt sehr nett bald von ihnen eine antwort zu erlangen... dankeschön schonmal.. und einen schönen tag noch..


    phaposma, augsburg
    16.Dez.2004 11:10:50


      Danke!
      :-)
      Destillationsanlagen: siehe linke Menüleiste
      Bezüglich Anlagen zur Herstellung ätherischer Öle finden Sie im Internet kaum Info, es wird aber im April das Buch "Ätherische Öle selbst herstellen" erscheinen, hierin finden Sie dann auch genaue Anleitungen zum Bau einer Wasserdampfdestille, auch mit einfachsten Mitteln wie z.B. Haushaltsgeräten. Auch die anderen Herstellungsmethoden wie Enfleurage, Kaltpressung usw. werden behandelt und Sie finden einfache Methoden, wie auch mit diesen Herstellungsverfahren mit Hilfe einfachster Utensilien aus dem Haushalt ätherische Öle selbst hergestellt werden können.

    Eintrag Nr. 108:

    Hallo,
    Sie haben in Eintrag 107 erwähnt, das man Hydrolat mit Trägeroel (z.B.sp.Olivenoel?) im Verhältniss 1:1 mischen kann und dann das Oel wieder trennt. Könnte ich mit dieser Methode auch ätherische Oele heraus filtern? Zum Beispiel weil nach der Destillation zu wenig Oel im Hydrolat ist, ich aber gerne dieses "Wenige" mit dieser Methode heraus bekommen möchte?
    Danke und Gruß Andrea


    Andrea, Hessen
    12.Dez.2004 22:34:40


      Ja, als Trägeröl können Sie Olivenöl, Jojobaöl, Mandelöl, usw. verwenden. Ja, damit können Sie ätherisches Öl aus dem Hydrolat extrahieren (filtrieren ist etwas anderes) und in das jeweilige Trägeröl "überführen".

    Eintrag Nr. 107:

    Ich habe meinen ersten Versuch gestartet, ätherisches Öl selbst herzustellen, leider bin ich mit dem Ergebnis gar nicht zufrieden. Ich habe mit getrockneten Kamillenblüten aus der Apotheke gearbeitet, die Menge war ca. 1 kg. Als Anlage habe ich einen Kochtopf etwas umgebaut, für den Kühler habe ich einen Schlauch verwendet. Kamillenöl habe ich keines herausbekommen, das Hydrolat selbst roch zwar nach Kamille, hatte aber einen etwas angebrannten Unterton. Nach dem Öffnen des Kessels hatte ich auch schon die Bescherung: im Kessel war eine ca. 0,5 cm hohe schwarze verkohlte Lage, die ich bis heute nicht mehr wegbekommen haben. Nun meine Fragen:
    - kann man getrocknete Kamillenblüten destillieren?
    - Was habe ich falsch gemacht, daß kein Öl herausgekommen ist?
    - Was kann man gegen das Anbrennen tun.
    - Ist das Hydrolat nun zu verwerfen oder gibt es noch einen Trick, um es zu retten?
    - Wie bekomme ich die verkohlte Lage wieder weg?

    Vielen Dank,
    Christin Langer


    Christin Langer, Stuttgart
    07.Dez.2004 12:06:06


      - ja, Sie können getrocknete Kamillenblüten destillieren. Hierfür brauchen Sie unbedingt einen Aromakorb, die Blüten dürfen nicht im Wasser mitgekocht werden. Der Blütenstaub brennt dennoch sehr leicht an, daher sollten Sie auf den Aromakorb zuerst ein Blatt Küchrollenpapier legen, dann erst die Blüten darüber geben, auf diese Art brennt Ihnen nichts mehr an.
      - 1 kg Kamille genügt, um Öl zu erhalten. Weiters brauchen Sie wie gesagt einen Aromakorb und auch einen Kühler. Der Schlauch, der den Kühler ersetzt, reicht zwar aus, um ein Durftwasser herzustellen, jedoch nicht für eine Herstellung von ätherischen Ölen.
      - Die Küchenrolle verwenden
      - einen angebrannten Geruch können Sie leider nicht mehr entfernen. Sie können aber versuchen, das hydrolat mit Trägeröl auszuschütteln (10 ml Hydrolat mit 10 Trägeröl schütteln, dann das öl abtrennen), vielleicht geht der angebrannte Geruch nicht mit in das Öl, wäre zumindest einen Versuch wert.
      - Da hilft nur rubbeln und scheuern, z.B. mit einer Drahtbürste

    Eintrag Nr. 106:

    Zunächst einmal: Gratulation! Eine sehr gute Webside auf diesem Gebiet!
    Meine Frage lautet wie folgt: Ich las schon des öfteren von natürlichen Giften "DROGEN" bei den Fachfragen. Was mich nun sehr interessieren würde ist, wie wirken diese Gifte, und welche? Dies ist doch auch alles legal nehme ich stark an? Muss dazu sagen das ich noch ein Anfänger auf dem Bereich der ölgewinnung bin. Danke schon im vorraus für ihre fachliche Antwort.
    Mfg Kornelius.


    Kornelius H., Österreich
    14.Nov.2004 00:03:38


      Danke!
      Ja, das ist legal. Das Wort Droge hat in diesem Zusammenhang nichts mit einer berauschenden (illegalen) Droge zu tun, es wird vielmehr in der Pharmazie jede Pflanze mit Wirkstoffen Droge genannt. So ist z.B. Oregano, Majoran usw. auch eine Droge.
      Ätherische Öle sind hochkonzentriert und daher auch immer Gifte. Wirkungsvolle Substanzen mit Heilwirkung haben bei Überdosierung auch immer eine Giftwirkung, dessen sollte man sich bewußt sein. Geben Sie zum Beispiel ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf ein Kunststofftischtuch, so wird sich dieses richtig aufblähen. Pfefferminzöl mit Trägeröl (fettes Öl, z.B. Mandelöl o.ä.) verdünnt ist jedoch ein hervorragendes Massageöl. So hat jedes Öl in Abhängigkeit von der Konzentration eine andere Wirkung.

    Eintrag Nr. 105:

    hallo und lieben dank für die antwort.
    sorry, das ich das so negativ übergebracht habe, war nicht meine absicht :-( hatte es auch nur so auf einer anderen webseite gelesen.
    ich muß in dieser hinsicht noch sehr viel lernen.
    könnten sie mir denn trotzdem sagen, wie ich (die noch nicht ihre ätherischen öle selbst herstellt) dieses hydrolat herbekommen könnte?
    also nur wasser, mit ein paar tropfen ätherisches öl in 90% alkohol wäre dann falsch?
    lieben gruß ilona
    ps. ihre seite ist übrigens sehr sehr interessant und informativ,meine hochachtung.


    ilona, Niedersachsen
    02.Nov.2004 15:58:12


      Hydrolat ist nichts anderes als Wasser mit ätherischem Öl, d.h. man kann einfach destilliertes Wasser nehmen und das Öl zutropfen. Man erhält dann annähernd ein Hydrolat. Warum nur annähernd? Bei der Destillation sammeln sich im Hydrolat die Ölanteile, die in Wasser besser löslich sind, gibt man aber das Öl direkt in das Hydrolat, so hat dieses dann natürlich eine etwas andere Zusammensetzung. Alkohol hat man im Hydrolat keinen, außer man gibt Alkohol zu, um die Haltbarkeit zu erhöhen. "Normales" Hydrolat ist ca. 3 Monate haltbar.
      Danke für das Lob.
      ;-)

    Eintrag Nr. 104:

    hallo,
    ich besuche jetzt (stillschweigend) ;-) seit längeren ihr forum :-)
    bin auch am experimentieren was die eigenherstellung von parfüm mit ätherischen ölen angeht. mit jojobaöl habe ich es schon hinbekommen *freu* habe mich auch an ihren vorschlag gehalten, kopf/herz und fußnote dabei zubeachten. da ich aber der meinung bin, dass der duft sehr schnell verflicht,wollte ich es jetzt doch auch einmal mit der erfrischenden variante (alkohol) testen.
    dabei bin ich auf ihren eintrag gestoßen wo sie schreiben:
    20ml 90% Alkohol mit 80 ml Hydrolat.
    hydrolat, ist damit gemeint 80% wasser wo ich dann schon meine ätherische öle einträufelt habe?
    oder was ist mit hydrolat gemeint.
    ist es nicht eigentlich eine art "abfall" von der destillation der ätherischen öle?
    sorry das ich da noch sehr unwissen drin bin, aber bis weilen kaufe ich mir noch die ätherischen öle aus dem reformhaus (apotheke)
    lieben dank schon einmal im voraus für ihre eventuellen antwort :-)
    lieben gruß
    ilona


    ilona, Niedersachsen
    01.Nov.2004 14:06:32


      Hydrolat ist der wäßrige Anteil nach der Destillation, obenauf schwimmt das ätherische Öl. Dies ist kein Abfall, Sie können das Hydrolat zu allen Produkten weiterverarbeiten, weil die Wirkstoffe bis zu einem gewissen Grad auch darin gelöst sind.

    Eintrag Nr. 103:

    HuHu!!! Könnt ihr mir die Kaltpressung von Orangen zu Orangenöl erklären???? Wäre wirklich recht freundlich......

    Ann-Kathrin, Olpe
    28.Okt.2004 11:55:08


      Die Orange mit einem Kartoffelschäler abschälen, dann die Schale z.B. mit einem Löffel über einem Teesieb auspressen. Auf diese Weise wird beim Öl auch ein gewisser Wasseranteil dabei sein, industriell wird das Öl-Wassergemisch nach der Pressung noch zentrifugiert.

    Eintrag Nr. 102:

    hallo. Kann mir vielleicht jemand ganz schnell sagen wie man einen Duft, egal welchen, ich brauch nur das Prinzip, destilliert?? Und was bedeutet der Begriff enfleurage? Ist ganz dringend. Liebe grüße, Lisa

    jo, niedersachsen
    25.Okt.2004 18:32:35


      Sie geben in die Destille Wasser, im Dampfraum legen Sie die Kräuter, z.B. Minze. Dann das Wasser aufkochen, der Dampf wird im Kühler wieder kondensiert und es tropft ein Wasser-Ölgemisch heraus, das sich danach sofort trennt. Bei der Enfleurage werden z.B. Rosenblüten in Fett eingelegt, das Fett entzieht den Pflanzen die Öle und das Fett kann dann später mit z.B. Alkohol weiterverarbeitet werden.

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