Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 141:

    Hallooooo an alle!
    Ich möchte Nelkenöl selber herstellen. Wer könnte mir ein halbwegs einfaches Rezept geben? ein grosses Dankeschön im vorhinein!


    B.Lerchster, Österreich
    29.Mai.2005 21:10:04


      Sie brauchen ca. 1,5 Liter Wasser und zumindest 1 kg Nelken, die sich, am besten zerkleinert, im Dampfraum der Destillationsanlage befinden müssen. Achtung: das Nelkenöl ist schwerer als Wasser. Nach ca. 0,7 Liter Destillat kann die Destillation beendet werden, danach kommen nur noch Spuren von Öl.

    Eintrag Nr. 140:

    Ich habe mir eine Kräuterschnecke gebaut, auf der ich viele verschiedene Kräuter angebaut habe, unter anderem auch Lavendel. Nun habe ich schon sehr viel von Lavendelöl gehört. Es soll ja sehr beruhigend sein und auch bei Schlafstörungen helfen. Ich würde nun gerne selbst Lavendelöl herstellen habe aber keine Möglichkeit eine Wasserdampfdestillation durchzuführen, deshalb wollte ich mich erkundigen wie man so etwas am einfachsten machen kann. Außerdem würde mich noch interessieren welche Teile des Lavendels man verwendet und wann man die Blüten bzw. Blätter erntet? Vielen Dank für Ihre Antwort und schönen Tag noch.

    Martina Pendl, Steiermark - Feldbach
    19.Mai.2005 08:12:41


      Lavendelöl kann nur durch Wasserdampfdestillation hergestellt werden. Anleitungen für einfache Anlagen aus Haushaltsgeräten finden Sie im Buch. Beim Lavendel kann sowohl die Blüte, als auch die Blätter verwendet werden. Geerntet wird, wenn die Blüten nahezu am Verblühen sind.

    Eintrag Nr. 139:

    Guten Tag.
    Ich habe eine Frage. Könnten sie mir das Verfahren der Wasserdampfdestilation, und das Verfahren der Duftstoffextraktion erklären?
    Für ihre fachmännische Antwort im Voraus vielen Dank


    P. Küpper, NRW
    10.Mai.2005 18:52:07


      Bei der Wasserdampfdestillation wird Wasser erhitzt, der Dampf "reißt" das ätherische Öl aus den Pflanzen, in der anschließenden Kühlung wird der Wasserdampf und das Öl wieder kondensiert, d.h. flüssig.
      Duftstoffextraktion ist ein allgemeiner Begriff, industriell werden viele Öle (also nicht nur Düfte) mittels organischer Lösemittel extrahiert, d.h. die Kräuter werden mit Lösemitteln behandelt. Die Öle sind dann im Lösemittel gelöst, welches anschließend z.B. verdampft werden kann. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Buch.

    Eintrag Nr. 138:

    Guten Tag
    Ich habe eine Frage:
    Schreibt man Parfum oder Parfüm?
    Oder ist beides korekt?


    gude, hamburg
    07.Mai.2005 15:14:14


      Beide Schreibweisen sind möglich.

    Eintrag Nr. 137:

    Hallo!
    Danke für die rasche Antwort.
    Heute habe ich einen neuen Versuch mit 2,5kg getrockneten Gewürznelken unternommen, da lt. Literatur damit Ausbeuten von 15-20% möglich sein sollen. Leider war wieder kein Ölfilm zu sehen - weder auf dem Hydrolat noch, wie erwartet bei Nelkenöl, am Grund des Gefäßes.
    Hier noch mal mein Aufbau im Detail:
    In einen Edelstahltopf (25cm x 20cm) aus einem Entsafter mit Löchern (3mm Durchmesser) gab ich die 2,5kg zerkleinertn Nelken (Korngröße 4-8mm). Dieser stand im einem Kessel mit 4-6 Liter Wasser (40cm Durchmesser, 60 cm Höhe) ca. 10cm von Boden entfernt (gerade 3cm über dem Wasserspiegel).
    An dem Rohr (28mm Durchmesser; 1,5m Länge ; 45°) vom Kessel zum Kühler (Tellerkühler, senkrecht) habe ich vorerst nichts verändert, da dies ein größerer tech. Aufwand wäre (Kaltlöten etc,.)
    Das Hydrolat (insgesamt 4 Liter) lief ca. 1,5-2 Stunden etwa in der Stärke eines dicken Fadens und vollkommen kalt in den Auffangbehälter.
    Die Nelken verströmten nach öffnen des heissen Kessels einen intensiven, stechenden Geruch und hatten auch an Volumen zugenommen.
    Das Problem ist aber nach wie vor, dass sich das ätherische Öl scheinbar mit dem dest. Wasser mischt (das Hydrlat ist leicht gefärbt) aber nicht absetzt (Nelkenöl) bzw. oben aufschwimmt.
    (zumindest nicht nach 5 Stunden)
    Das empfohlene mehrmalige Mischen und anschießende Trennen mit Jojobalöl hat relativ gut funktiert. Dennoch möchte ich ja "reines" ätherisches Öl gewinnen und nicht mit "fettem" Öl mischen müssen.
    Welche(n) Paramter müsste ich ihrer Meinung nach am ehesten dafür ändern?


    Stefan, Steiermark
    30.Apr.2005 14:40:00


      Sie müssen die Anlage ändern, durch das 1,5m lange Rohr und zusätzlich einen Tellerkühler "verlieren" Sie das Öl, d.h. es bleibt im Kühler und in der Anlage hängen. Insbesondere ein Tellerkühler ist für diesen Zweck sehr ungeeignet. Für 2,5 kg Nelken genügen 2-3 Liter Wasser. Je mehr Wasser, detso geringer die Ausbeute. Das Öl setzt sich nicht ab, da im Destillat einfach zu wenig davon herauskommt, eine Färbung des Hydrolates ist normal.

    Eintrag Nr. 136:

    Hallo!
    Ich verwende zum Destillieren eine 50l-Kessel Schnapsdestillationanlage mit einem Korb im Dampfraum. Der Kessel ist ca. mit 15l Wasser gefüllt. Der Korb mit den Pflanzen darin hat ein Volumen von 10l und befindet sich über dem Wasserspiegel. Ich habe ihn komplett mit zerkleinerten Lavendelblättern gefüllt. Der Dampf wird über ein ca. 1,5m langes Rohr in den Kühler geleitet. Der Kühler befindet sich höher als der Kessel weshalb das Rohr ca. 30° zur Waagrechten ansteigt, bevor es in den Kühler mündet.
    Die Ausbeute des Öles war so gut wie null. Nicht ein Film von Öl war sichtbar. Ich habe nach 2,5 Stunden nur ca. 10 Liter duftendes Hydrolat erhalten.
    Könnte das Rohr die Ursache sein? Wenn ja, warum.
    Ist die Wassermenge im Kessel zu hoch und deshalb die Konzentration des Öls im Destillat zu niedrig?
    Habe ich zu lang destilliert?
    Könnte man das Öl aus dem Wasser mittels Mischen mit Alkohol herausbekommen? Oder würde es sich nach 2 Wochen vielleicht alleine oben absetzten? Ich möchte ein möglichst hoch konzentriertes Duftöl.
    Was könnte sonst noch die Ursache sein?
    Vielen Dank im Voraus.


    Stefan, Steiermark
    26.Apr.2005 18:23:22


      7-10 Liter Wasser würden genügen. Je mehr Wasser desto geringer ist die Ausbeute, weil sich ein Teil vom Öl im Wasser löst. Daumenregel: je kg Pflanzen ein Liter Wasser.
      Das ansteigende Rohr ist sehr schlecht für die Ölgewinnung, versuchen Sie, das Rohr zumindest waagrecht, besser leicht abwärts, zum Kühler zu führen. Das Rohr erzeugt einen Reinigungseffekt, es entsteht eine Art Rektifikation, die das ätherische Öl in die falsche Richtung abtrennt. Dadurch wird die Ölausbeute und die Ölqualität deutlich gemindert. Die Destillationsdauer stört nicht.
      Mit Alkohol können Sie das Öl nicht aus dem Hydrolat gewinnen, da Alkohol mit Wasser vollkommen mischbar ist. Ist das Hydrolat trüb? Wenn ja, ist zumindest ein wenig Öl vorhanden, dann könnten Sie folgendes versuchen: Das Hydrolat mit einem fetten, also gepresstem Öl (im wesentlichen die Trägeröle, z.B. Jojoba, Mandel, Maiskeim, Sonnenblumen usw.) und einem Scheidetrichter auszuschütteln. Dieser Vorgang ist im Buch genau beschrieben. Da das ätherische Öl im fetten Öl viel besser löslich ist als in Wasser, wird es von diesem aufgenommen. Das Produkt können Sie z.B. als Massageöl verwenden, das ausgeschüttelte Hydrolat eignet sich als Bügelwasser bzw. für Duftlampen.
      Das ätherische Öl wird sich von selbst im Hydrolat nicht absetzen, weil es wie beschrieben im Wasser gelöst ist.
      Zerkleinerungsgrad: je größer die Pflanzenteile, desto geringer die Ausbeute. Daher sollte die "Korngröße" maximal 3 bis 5 mm sein.
      Die beschriebenen Punkte sind Gründe für geringe Ausbeute und schlechte Qualität, aber es sollte zumindest etwas Öl vorhanden sein. Der Grund für überhaupt kein Öl liegt mit Sicherheit am Pflanzenmaterial selbst. Abgesehen vom richtigen Blütenstand ist es insbesondere beim Lavendel sehr entscheidend zu welcher Tageszeit und bei welcher Sonneneinstrahlung er geerntet wurde, er könnte auch falsch getrocknet worden sein. Die Sorte ist natürlich auch sehr wichtig. Nicht jede Lavendelsorte enthält auch ätherisches Öl.

    Eintrag Nr. 135:

    Hallo,
    Ich kenne mich bisher garnicht mit der Destillation von ätherischen Ölen aus. Deshalb hier ein paar Verständnisfragen: Die Stofftrennung per Destillation beruht auf der Tatsache, dass die eine Komponente schwerer- bzw. die andere leichter flüchtig ist (z.B. bei einem Alkohol-Wasser-Gemisch). Hängt das unmittelbar mit den Siedepunkten zusammen? Wenn ja, wo liegt im Allgemeinen der Siedepunkt von ätherischen Ölen? Wie verhält sich das ganze, wenn man im Vakuum destillieren würde, gäbe es einen Vorteil? Wie lässt sich das Ergebnis solch einer Destillation messen (% Ausbeute o.ä.)?


    Alex, Sachsen-Anhalt
    25.Apr.2005 11:27:38


      Das Prinzip, dass eine Komponente leichter, eine schwerer flüchtig ist, gilt nur für die "normale" Destillation, also das Trennen von zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Siedepunkten. Die Wasserdampfdestillation trennt aber nicht zwei Flüssigkeiten, sondern es wird mit Wasserdampf der Ölanteil aus einem Feststoff "herausgerissen", also ein völlig anderes Prinzip. Dadurch gelingt es auch Öle zu gewinnen, deren Siedepunkt z.T. weit über 100°C liegen.
      Wegen der Wasserdampfdestillation ist es auch nicht sinnvoll unter Vakuum zu arbeiten, abgesehen davon wäre die Zusammensetzung des Öles auch nicht dieselbe. Weiters ist die Ausbeute viel geringer.

    Eintrag Nr. 134:

    Guten Tag!
    Ich habe eine Frage zur Parfumherstellung:
    Wie muss ich vorgehen beim mischen?
    Muss ich zuerst die Basis-, Herz- und Kopfnoten zusammenmischen, (diese dann eine Nacht im Kühlschrank aufbewahren)und dann den Alkohol dazu geben.Oder muss ich die ätherischen öle gleich mit Alkohol zusammenmischen?(und dann kühl lagern)
    Können Sie mir sagen wie viel Anteile die Basis-, Herz- und Kopfnoten haben.
    Vielen Dank
    lg valerie


    valerie, berlin
    23.Apr.2005 16:45:16


      Zuerst stellen Sie die Basis her (Geruchstest mittels Kartonstäbchen, wie im Buch beschrieben), dann die Herz- und schließlich die Kopfnote. Arbeiten Sie immer bereits mit den verdünnten Lösungen, d.h. 20% Öl in Alkohol. Sind Sie mit der Duftkomposition zufrieden, erfolgt das Mischen: Sie stellen wieder zuerst die Basis her, dann die Herz- und Kopfnote zur Basis zugeben. Das Gemisch schwenken, und zumindest 2-3 Monate kühl stehen lassen.
      Das Parfum besteht zu 50% aus Basis, und jeweils 25% aus Herz- und Kopfnote.

    Eintrag Nr. 133:

    Hallo, ich habe mir in Ägypten eine Parfumessenz zur Herstellung von Parfum oder Aftershave gekauft. Nun weiss ich aber leider nicht mehr das richtige Mischungsverhältnis von Essenz-dest.Wasser-Alkohol. Bitte um Weiterhilfe bei meinem Problem.

    Markus Wenzl, Wien
    19.Apr.2005 21:35:12


      Parfum enthält 20% ätherisches Öl, d.h. in 10 ml Parfum sind 2 ml ätherisches Öl enthalten. Der Rest ist Alkohol oder ein Trägeröl, z.B. Jojobaöl.
      Für ein Aftershave verwenden Sie 20 ml Alkohol auf 100 ml destilliertes Wasser und 1-2 Tropfen ätherisches Öl. Die Angaben beziehen sich auf reines ätherisches Öl, nicht auf eine Essenz. Sie sollten zuerst feststellen, wieviel ätherisches Öl Ihre Essenz enthält.
      Genauere Angaben und noch mehr Rezepte finden Sie im Buch "Ätherische Öle selbst herstellen".

    Eintrag Nr. 132:

    Hallo,
    ich suche schon lange nach einem Rezept, um Wacholderöl selbst herzustellen. Könnt Ihr mir helfen.
    Viele Grüße
    Antje


    Antje, Sachsen
    18.Apr.2005 16:50:21


      Wacholderöl können Sie aus den frischen oder getrockneten (ergibt einen etwas herberen Duft) Beeren oder auch aus den frischen Ästen herstellen. Egal welche Variante Sie wählen, Sie müssen alles vorher gut zerkleinern, die Beeren zerstoßen. Auf 1 kg Beeren oder Äste kommt ca. 1 Liter Wasser, das Pflanzengut muß im Dampfraum sein. Überdestillieren und fertig. Das schöne am Wacholderöl: auch die Ausbeute ist sehr zufriedenstellend.
      Da auch das Hydrolat einen relativ hohen Ölgehalt hat, kann dieses sehr gut weiterverarbeitet werden.

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