Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 146:

    Hallo,
    ich hoffe meine vielen Fragen stören nicht!
    Nach wie vor ist meine Ausbeute bei der Destillation gering. Vor kurzem habe ich Pfefferminze destilliert, kein Oel zu sehen gewesen. Allerdings hatte ich das Gefühl das die Pflanze (aus dem Garten frisch) auch nicht unbedingt stark nach Pfefferminze roch.
    Sie beschreiben im Buch man sollte das Destillat in langhalsige kleine Flaschen auffangen. Ich verwende 30 ml Reagenzgläser die ich dann der Reihe nach in ein Gestell setze. Nach der Destillation schütte ich der Reihe nach (1.Flasche zuerst u.s.w.)in eine kleine 100 ml Flasche mit dünnem Hals. Ist das falsch?
    Bei 200g Kraut habe ich 250ml Wasser genommen. Zu wenig?
    Vielen lieben Dank für Ihre Geduld
    Grüße Andrea


    Andrea, Hessen
    24.Jun.2005 09:56:49


      Pfefferminze hat normalerweise eine sehr gute Ausbeute, egal ob frisch oder getrocknet. Mögliche Ursachen:
      - zu geringe Krautmenge (zumindest 300 g)
      - bei 300 g zumindest 500 ml Wasser
      - keine optimale Anlage
      Nein, Reagenzgläser sind nicht geeignet. Wegen der sehr geringen Ölmenge je Glas die zustande kommt, auch wenn sich Öl abscheidet (ein paar Tropfen). Beim Zusammenschütten bleiben diese dann an der Wand hängen. Daher am besten die im Buch beschriebenen 200 ml Fläschchen direkt verwenden. Die Ausbeute bei ca. 200 g getr. Pfefferminze sollte ca. 3 ml betragen.

    Eintrag Nr. 145:

    Ich bin auf der Suche nach einem Lösungsmittel zur Extraktion von Duftstoffen aus Pflanzen. Das Lösungsmittel soll einen Siedepunkt zwischen 50 und 70°C haben bei Normaldruck.
    Über das Buch "Ätherische Öle selbst herstellen" habe ich Tipps bekommen, welche in Richtung n-Hexan und Petroleumbenzin gehen. Dann habe ich im Merck-Katalog nachgeschaut und siehe da:
    n-Hexan, Sdp. 69°C: reizend, gesundheitsschädlich, umweltgefährlich und fortplanzungsgefährdend
    Petroleumbenzin, Sdp. 50-70°C: reizend, gesundheitsschädlich, umweltgefährlich und fortplanzungsgefährdend
    ...und jeweils ein Haufen R- und S-Sätze
    Ganz schön heftig! Und damit sollen Duftstoffe gemacht werden?
    Mir ist schon klar, dass die Lösungsmittel nach der Extraktion abdestilliert werden, aber da bleiben doch Lösungsmittel-Reste im Extrakt, oder nicht?
    Ich habe dann im Merck-Katalog geblättert und das Lösungsmittel 2-Methylpentan gefunden mit Sdp. 60°C und keiner Gefahreneinstunfung außer leicht entzündlich.
    Wäre 2-Methylpentan ein geeigneteres Lösungsmittel für die Extraktion von Duftstoffen?


    Larem, Hessen, Kreis Darmstadt-Dieburg
    17.Jun.2005 21:56:23


      Sie haben vollkommen Recht, diese Chemikalien sind ganz schön heftig, und werden dennoch in der industriellen Herstellung standardmäßig zur Gewinnung ätherischer Öle verwendet. Auch wenn die Lösemittel danach abdestilliert werden, so bleibt immer ein (geringer) Rest des Lösemittels vorhanden. Deshalb sollte man beim Kauf von ätherischen Ölen vorsichtig sein und immer auf die Herstellungsmethode achten.
      Die einzig sinnvolle Gewinnung ätherischer Öle für den Hobbybereich sind die Wasserdampfdestillation, die Enfleurage und die Kaltpressung. Von der Lösemittelextraktion sollte man die Finger lassen, egal mit welchen Chemikalien.
      Zu Ihrer Frage: ob sich 2-Methylpentan zur Extraktion von Duftstoffen eignet, hängt vom Extraktionsverhalten dieses Lösemittels und den chemischen Eigenschaften der Substanzen (Polarität, Wasserlöslichkeit usw.) ab, die Sie damit gewinnen möchten. Am einfachsten ausprobieren und mit dem Ergebnis einer n-Hexan-Extraktion (also dem "Standard"-Verfahren) vergleichen.

    Eintrag Nr. 144:

    Halloa - bin erstmals auf diese Seite gestoßen und ganz begeistert!! Gleich eine "Einsteiger-Frage": Ich stelle mit Genuß und Feuereifer diverse Cremen her, und auch Johannisöl. (Wirkt kleine Wunder!) Für´s Öl setze ich Knospen und Blüten (nach mind. 3 Sonnentagen)in Olivenöl an und lass´ dieses einige Wochen in der Sonne stehen, bevor ich es abseihe und in Fläschchen fülle. Nur mit Rosen hab´ ich noch nie gearbetet, würde aber gerne...
    Nun meine Frage: Kann man Rosenöl nicht auf ähnliche (unkomplizierte) Weise herstellen? Mich schreckt das Destillieren etwas ;-)) FRAGE 2: Gilt für Rosencreme die selbe Vorgehensweise wie für Ringelblumencreme ? (Frische Blüten in Bienenwachs und Eucerin 2-3 mal köcheln, zwischendurch erkalten lassen)? Wäre sehr dankbar für ein paar Tipps! Liebe Grüße Ursula


    ursula schiestl, Innsbruck / Tirol
    17.Jun.2005 10:22:36


      Für die Rosenölherstellung gibt es drei Varianten: die Wasserdampfdestillation (geht an sich sehr einfach, lassen Sie sich nicht vorher schon abschrecken), die Lösemittelextraktion (für den Hobbybereich ungeeignet) oder die Enfleurage. Bei letzterem werden die Blütenblätter in Fett eingelegt, aber kalt. Köcheln ist nicht zu empfehlen, dadurch baut sich das Öl ab.
      Natürlich könnten Sie Ihre Methode auch mit Rosenblütenblättern versuchen. Allerdings wird sich dabei nicht sehr viel tun, wegen dem sehr geringen ätherischen Ölgehalt der Rosen.

    Eintrag Nr. 143:

    Hallo,
    ich habe beim destillieren nur geringe Mengen Öl herausbekommen. Ich fülle statt Leitungswasser,destilliertes Wasser in den Kessel(Damit er nicht so verkalkt). Schadet das der Ölausbeute? Am Anfang meiner Destillationen kam das Hydrolat sehr heiß herausgeronnen, mittlerweile kommt es eher kalt heraus,welche Temperatur muß das Hydrolat beim herauslaufen haben?? Oder wie muß es sich anfühlen ;-)
    Gruß Andrea


    Andrea, Hessen
    15.Jun.2005 22:23:31


      Wenn Sie destilliertes Wasser in den Kessel geben, ist das kein Problem und verringert auch nicht die Ausbeute. Das Destillat (Hydrolat und Öl) sollte kalt bzw. lauwarm sein, nicht heiß. Im Zweifelsfall die Kühlung stärker aufdrehen bzw. öfter das Kühlwasser wechseln.

    Eintrag Nr. 142:

    hallo!
    ist porzellan auch ein verwendbares material für die leonardo-dampfdestille? es hält 1300 grad aus und ist meines wissens nach auch lebensmittelecht - ich frag mich nur, ob vielleicht die hitze irgendwie anders "absorbiert" wird vom porzellan - vielen dank für das wissen, das ihr zur verfügung stellt - alles liebe - susanne


    susanne, wien
    14.Jun.2005 21:33:11


      Gegen Porzellan spricht nichts.

    Eintrag Nr. 141:

    Hallooooo an alle!
    Ich möchte Nelkenöl selber herstellen. Wer könnte mir ein halbwegs einfaches Rezept geben? ein grosses Dankeschön im vorhinein!


    B.Lerchster, Österreich
    29.Mai.2005 21:10:04


      Sie brauchen ca. 1,5 Liter Wasser und zumindest 1 kg Nelken, die sich, am besten zerkleinert, im Dampfraum der Destillationsanlage befinden müssen. Achtung: das Nelkenöl ist schwerer als Wasser. Nach ca. 0,7 Liter Destillat kann die Destillation beendet werden, danach kommen nur noch Spuren von Öl.

    Eintrag Nr. 140:

    Ich habe mir eine Kräuterschnecke gebaut, auf der ich viele verschiedene Kräuter angebaut habe, unter anderem auch Lavendel. Nun habe ich schon sehr viel von Lavendelöl gehört. Es soll ja sehr beruhigend sein und auch bei Schlafstörungen helfen. Ich würde nun gerne selbst Lavendelöl herstellen habe aber keine Möglichkeit eine Wasserdampfdestillation durchzuführen, deshalb wollte ich mich erkundigen wie man so etwas am einfachsten machen kann. Außerdem würde mich noch interessieren welche Teile des Lavendels man verwendet und wann man die Blüten bzw. Blätter erntet? Vielen Dank für Ihre Antwort und schönen Tag noch.

    Martina Pendl, Steiermark - Feldbach
    19.Mai.2005 08:12:41


      Lavendelöl kann nur durch Wasserdampfdestillation hergestellt werden. Anleitungen für einfache Anlagen aus Haushaltsgeräten finden Sie im Buch. Beim Lavendel kann sowohl die Blüte, als auch die Blätter verwendet werden. Geerntet wird, wenn die Blüten nahezu am Verblühen sind.

    Eintrag Nr. 139:

    Guten Tag.
    Ich habe eine Frage. Könnten sie mir das Verfahren der Wasserdampfdestilation, und das Verfahren der Duftstoffextraktion erklären?
    Für ihre fachmännische Antwort im Voraus vielen Dank


    P. Küpper, NRW
    10.Mai.2005 18:52:07


      Bei der Wasserdampfdestillation wird Wasser erhitzt, der Dampf "reißt" das ätherische Öl aus den Pflanzen, in der anschließenden Kühlung wird der Wasserdampf und das Öl wieder kondensiert, d.h. flüssig.
      Duftstoffextraktion ist ein allgemeiner Begriff, industriell werden viele Öle (also nicht nur Düfte) mittels organischer Lösemittel extrahiert, d.h. die Kräuter werden mit Lösemitteln behandelt. Die Öle sind dann im Lösemittel gelöst, welches anschließend z.B. verdampft werden kann. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Buch.

    Eintrag Nr. 138:

    Guten Tag
    Ich habe eine Frage:
    Schreibt man Parfum oder Parfüm?
    Oder ist beides korekt?


    gude, hamburg
    07.Mai.2005 15:14:14


      Beide Schreibweisen sind möglich.

    Eintrag Nr. 137:

    Hallo!
    Danke für die rasche Antwort.
    Heute habe ich einen neuen Versuch mit 2,5kg getrockneten Gewürznelken unternommen, da lt. Literatur damit Ausbeuten von 15-20% möglich sein sollen. Leider war wieder kein Ölfilm zu sehen - weder auf dem Hydrolat noch, wie erwartet bei Nelkenöl, am Grund des Gefäßes.
    Hier noch mal mein Aufbau im Detail:
    In einen Edelstahltopf (25cm x 20cm) aus einem Entsafter mit Löchern (3mm Durchmesser) gab ich die 2,5kg zerkleinertn Nelken (Korngröße 4-8mm). Dieser stand im einem Kessel mit 4-6 Liter Wasser (40cm Durchmesser, 60 cm Höhe) ca. 10cm von Boden entfernt (gerade 3cm über dem Wasserspiegel).
    An dem Rohr (28mm Durchmesser; 1,5m Länge ; 45°) vom Kessel zum Kühler (Tellerkühler, senkrecht) habe ich vorerst nichts verändert, da dies ein größerer tech. Aufwand wäre (Kaltlöten etc,.)
    Das Hydrolat (insgesamt 4 Liter) lief ca. 1,5-2 Stunden etwa in der Stärke eines dicken Fadens und vollkommen kalt in den Auffangbehälter.
    Die Nelken verströmten nach öffnen des heissen Kessels einen intensiven, stechenden Geruch und hatten auch an Volumen zugenommen.
    Das Problem ist aber nach wie vor, dass sich das ätherische Öl scheinbar mit dem dest. Wasser mischt (das Hydrlat ist leicht gefärbt) aber nicht absetzt (Nelkenöl) bzw. oben aufschwimmt.
    (zumindest nicht nach 5 Stunden)
    Das empfohlene mehrmalige Mischen und anschießende Trennen mit Jojobalöl hat relativ gut funktiert. Dennoch möchte ich ja "reines" ätherisches Öl gewinnen und nicht mit "fettem" Öl mischen müssen.
    Welche(n) Paramter müsste ich ihrer Meinung nach am ehesten dafür ändern?


    Stefan, Steiermark
    30.Apr.2005 14:40:00


      Sie müssen die Anlage ändern, durch das 1,5m lange Rohr und zusätzlich einen Tellerkühler "verlieren" Sie das Öl, d.h. es bleibt im Kühler und in der Anlage hängen. Insbesondere ein Tellerkühler ist für diesen Zweck sehr ungeeignet. Für 2,5 kg Nelken genügen 2-3 Liter Wasser. Je mehr Wasser, detso geringer die Ausbeute. Das Öl setzt sich nicht ab, da im Destillat einfach zu wenig davon herauskommt, eine Färbung des Hydrolates ist normal.

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