Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 233:

    Hallo! Ich habe eine Frage zum Herstellen von Ölen,
    Wie bekomme ich aus meinen Kräutern im Garten Öle oder Auszüge zur weiter verwendung als Medikament ? Mir ist es wichtig ein anderes Trägerelement als Alkohol zu finden, also für Medikamente wie hustensaft aus Spitzwegerich oder Fiebersft aus Weide
    Danke schon im voraus.
    Robby.


    Robby, Sachsen
    07.Jan.2007 14:07:20


      Durch Wasserdampfdestillation können Sie die ätherischen Öle und Hydrolate der Pflanzen gewinnen, d.h. die Öle sind rein, das Hydrolat auf Wasserbasis.

    Eintrag Nr. 232:

    Hallo,
    kann ätherisches Wacholderöl (Holz, Nadeln und Beeren gemischt) auch zum Herstellen von Bonbons verwendet werden, oder gibt es dazu gesundheitliche Bedenken?


    Robert Greiner, Baden-Württemberg
    24.Dez.2006 10:06:06


      Ja, in sehr geringer Dosierung (einige Tropfen je Liter). Sie sollten beachten, alle Öle beim Einnehmen mit Vorsicht zu verwenden sind, hierfür sollten Sie die nötige medizinische Erfahrung haben bzw. sich den nötigen ärztlichen Rat suchen.

    Eintrag Nr. 231:

    Hallo,
    habe spezielle Fragen: Habe Hamamelisdestillat aus gekauften Hamamelisblättern hergestellt. Habe nun eigene Hamamelis virginiana Pflanze. Muß ich die Blätter zur Destillation vorher Trocknen bzw. Fermentieren? Wie sieht es bei Patchouliblättern aus?
    Würden getrocknete zu kaufende Orangenblüten ein annäherdes Nerolihydrolat ergeben?
    Vielen Dank für Info im Voraus.


    Susanne, Nürnberg
    23.Dez.2006 11:00:09


      Hamamelisblätter: ja, alternativ zu den frischen Blättern können Sie auch Getrocknete verwenden. Nein, Fermentieren ist nur bei Wurzeln notwendig.
      Patchouliblätter: ebenso
      Aus getrockneten Oragenblüten lässt sich leider kein Öl mehr gewinnen.

    Eintrag Nr. 230:

    Hallo! und danke für die auskunftreiche website.
    Frage: Ich lesse bei Ihnen das man mit 20% lösungen an duft kompositionen arbeiten soll. Anderswo steht das man die endgültige (alcohol) lösung nach den komponieren machen soll.
    a. Heist es das man zweimal die öle verdünt?
    Erste mal zum componieren 20% und zweitens einer weitere verdünung?
    b. darf ich düft öle mit CO2 extracte vermischen?


    Gonzalo, N.R.W. Deutschland
    23.Dez.2006 00:08:27


      ad a: Nein, nicht zweimal verdünnen. Man verwendet beim Komponieren sinnvollerweise 20% Mischungen, bei reinen Ölen könnten Sie kaum was riechen, da der Duft zu stark ist. Eine weitere Verdünnung gibt es somit nicht mehr.
      ad b: Meinen Sie ätherische Öle, die nicht durch Wasserdampfdestillation, sondern mittels CO2-Extraktion gewonnen wurden? Ja, geht, wenn die Mischungen nicht medizinisch angewendet werden.

    Eintrag Nr. 229:

    Hallo,
    habe bezüglich zum Textverständnis eine Frage. Obwohl das Absolue als zählflüssige ölige Masse bezeichnet wird, würde ich gerne wissen, ob es dann ein absolut reines Öl ist.
    Vielen Dank


    Schäfer Manuela, Hessen
    19.Dez.2006 11:47:00


      Nein ist es nicht, weil das Extraktionsmittel auch andere Substanzen wie Farbstoffe und Harze aus den Pflanzenteilen herauslöst. Daher ist Rosen-Absolue auch tief dunkelrot, während reines Rosenöl fast farblos, leicht grünlich und nicht zähflüssig ist.

    Eintrag Nr. 228:

    Hallo,
    möchte mir bald eine Destille von euch zulegen um Lavendelblüten zu extrahieren. Frage: Kann ich die Deluxe Version auch auf die Kochplatte stellen wie die Classic Form oder ist sie nur für die Gaskartusche geeignet? Was genau ist anders oder größer, der Aromakorb oder der Kessel zum Wassererhitzen?
    Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!
    Grüße von Reny


    Reny, Rheinland-Pfalz
    14.Dez.2006 10:34:27


      Die Deluxe ist am besten für Gas geeignet, da die flache Stelle am Topf eher klein ist, d.h. für Elektroheizung nicht optimal. Größer ist der Topf, also der Kessel. Im Kessel befindet sich das Wasser, der Aromakorb und das Pflanzenmaterial.

    Eintrag Nr. 227:

    Hallo!
    Ich schreibe morgen eine chemieklausur, jedoch eine sache verstehe ich in chemie nicht. unser lehrer verlangt von uns die herznote, kopfnote und fondnote von stoffen zu unterscheiden. ich weiß zwar, dass das was mit siedepunkten zu tun hat, jedoch finde ich nirgendswo im internet die siedepunkte. (also von welchem siedepunkt bis welchem siedepunkt die kopfnote ist, von welchem bis welchem herznote und von welchem bis welchem die Fondnote ist)
    können sie mir helfen?
    viele grü0ße


    Nora, NRW
    09.Dez.2006 18:37:50


      Da fragen Sie am besten Ihren Chemielehrer selbst was er damit meint, denn die Begriffe Kopf-/Herz-/Basis(Fond)note stammen aus der Parfumindustrie und geben an wie lange und intensiv ein Duft bzw. ein bestimmter Parfumbestandteil der auf die Haut aufgetragen wurde, durch die Nase wahrgenommen werden kann. Kopfnoten sind am dominantesten und sind einige Minuten lang bemerkbar. Herznoten sind ein wenig dezenter und halten einige Stunden und eine Basisnote kann sogar am nächsten Tag noch gerochen werden. Dies hat überhaupt nichts mit den jeweiligen Siedepunkten zu tun, da auch Substanzen mit einem niedrigem Siedepunkt sich auf der Haut länger halten und daher auch lange wahrgenommen werden können.

    Eintrag Nr. 226:

    Ich habe ihr Buch gelesen und daraus auch schon einige experimente durchgeführt. Jetzt hätte ich eine Frage, wie man ätherische Öle industriell herstellt ob hier ein großer Unterschied vorhanden ist??
    Danke


    Lukas, Niederösterreich
    04.Dez.2006 21:03:13


      Industriell ist die Herstellung bei der Wasserdampfdestillation gleich, anstatt des Aromakorbes und kochendem Wasser wird zumeist Dampf in die Anlage geleitet. Viele Öle werden heute jedoch meist durch Lösemittelextraktion gewonnen. Zwar sind solche Öle wesentlich billiger, aber auch von einer schlechteren Qualität, sodass sie nicht für die Körperpflege u.ä. geeignet sind.

    Eintrag Nr. 225:

    Hallo,
    Ich habe schon öfter versucht ätherisches Öl aus Zitronenschalen zu pressen (nach Ihrer Anleitung).
    Ich benütze dazu vier Zitronen, aber leider ist meine Ausbeute nach dem Zentrifugieren so gering, dass ich das Öl nicht mit einer Spritze aussaugen kann. Dennoch benütze ich Zitronen die reif geerntet werden und aus dem Bioladen sind.
    Wie kann ich mehr Ausbeute bekommen? Muss ich vielleicht die Zitronen noch nachreifen lassen.
    Danke Susanne


    Susanne Reiterer, Bayern
    01.Dez.2006 15:00:22


      Haben Sie schon versucht das Gemisch einige Tage stehen zu lassen, statt zu zentrifugieren? Vier Zitronen sind allerdings nicht viel um das Öl danach abzuziehen, Sie sollten zumindest 1-2 kg verwenden. Eine höhere Ausbeute ergibt sich bei der Destillation.

    Eintrag Nr. 224:

    Guten Tag, ich möchte selbst Saunadüfte herstellen. Wir haben mit vielen gekauften Mischungen keine guten Erfahrungen gemacht, da sie nach dem Aufgiessen oft nur ganz kurz Aroma abgeben, danach nur noch stinken. Frage: ist ihr System dazu auch geeignet, resp. wird in Ihrem Buch dieses Thema auch erläutert? Mit was für Alkohol kann man in diesem Zusammenhang die Öle mischen, damit es eine Öl-Wasseremulsion gibt, wo die Öle nicht obenauf schwimmen? Liefern sie auch in die Schweiz? Besten Dank für Ihre Info mfg. R. Steiner

    steiner, CH-Zürich
    30.Nov.2006 17:47:16


      Stimmt, vielen gekaufte Produkte stinken, selbst hergestellte Öle jedoch nicht. Sie können für die Sauna sowohl reines Öl verwenden als auch die Hydrolate, beides eignet sich hervorragend, wird auch im Buch beschrieben. Ja, natürlich, die Anlagen sind genau dafür gedacht. Wenn Sie das Hydrolat verwenden, haben Sie keine Öltropfen obenauf. Verwenden Sie das Öl selbst, dann ein paar Tropfen in die Saunkelle und Wasser dazu (eventuell kurz verquirlen), die Tropfen obenauf stören in diesem Fall nicht. Für die Sauna sollten Sie nicht mit Alkohol arbeiten, denn der Dampf daraus ist sehr scharf und führt zu einer gewissen "Betrunkenheit", vorallem bei diesen Temperaturen.

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