Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


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    Eintrag Nr. 316:

    welche Duftstoffe halten am längsten

    Tina, NRW
    27.Apr.2009 19:15:25


      Auf der Haut sind das alle Basisnoten. Z.B. dt. Kamille, Lorbeer, Mimose, Myrre, Oregano, Patschuli, Sandelholz, Vetiver, Weihrauch usw.
      Weitere Düfte siehe Buch "Ätherische Öle selbst herstellen".

    Eintrag Nr. 315:

    wir machen in der schule eine Facharbeit zum Thema "Parfüm Herstellung" und wie zu vermuten müssen wir auch eigenes Parfüm herstellen. Meine Frage ist, welche Duftstoffe nehme ich am besten um ein süßes wohlriechendes Parfüm herzusellen?

    jana, NRW
    27.Apr.2009 17:59:06


      bereits verdünnte Lösungen (80% Alkohol):

      Kopfnote:
      0,1 ml Bergamotte
      0,3 ml Limette
      0,1 ml Mandarine
      Herznote:
      0,3 ml Rose
      0,1 ml Lavendel
      0,1 ml Salbei
      Basisnote:
      0,2 ml Lorbeer
      0,4 ml Oregano
      0,4 ml Geranie

      aus "Ätherische Öle selbst herstellen" (siehe Menüpunkt "Bücher")

    Eintrag Nr. 314:

    Hallo
    Meine Frage: Was ist der Unterschied zwischen Essenz, Ätherischem Öl und Hydrolat. Und was ist in den Parfums, den Duftsprays und den Raumdüften drin.
    Danke im Vorraus


    Jerome Pacher, Füllinsdorf
    26.Apr.2009 10:53:23


      Ätherische Öle: natürlichen Ursprungs, leicht flüchtige Duftstoffe einer Pflanze, die z.B. mittels Wasserdampfdestillation gewonnen werden.
      Essenz: allgemeiner Begriff für Duftstoffe, üblicherweise synthetisch oder künstlich.
      Hydrolat: wässrige Phase der Wasserdampfdestillation, wird in verdünnter Form oft als "-wasser" im Handel angeboten, z.B. Rosenwasser.
      Parfums: echte Parfums enthalten ein ätherisches Öl-Gemisch (bis zu ca. 100-200 Einzelkomponenten) und Alkohol
      Duftsprays und Raumdüfte: stark verdünntes Gemisch aus Alkohol und (üblicherweise) synthetischen/künstlichen Essenzen

    Eintrag Nr. 313:

    Hallo
    ich habe versucht öl aus tannnennadeln herzustellen, doch weder mit wasserdampfdestillation noch indem ich es in ethanol eingelegt habe und danach mit dem rotationsverdampfer bearbeitet habe bin ich auf ätherisches öl gestossen, könntet ihr mir tipps geben was ich anders machen muss oder was ich besonders beachten muss?


    Tim, Zürich
    03.Apr.2009 10:34:57


      Mit Ethanol funktioniert die Abscheidung sicher nicht, da ätherische Öle in Alkohol z.T. sehr gut löslich sind. Bei der Wasserdampfdestillation sind oft scheinbare "Kleinigkeiten" entscheidend, ob überhaupt ätherisches Öl entsteht. Es ist leider nicht so, dass dann die Ausbeute nur geringer ausfällt als in der Literatur angegeben, es gilt viel mehr das "Alles-oder-Nichts"-Prinzip. Ich würde Ihnen empfehlen das Buch "Ätherische Öle selbst herstellen" diesbezüglich genau zu befolgen, darin ist dieses Thema sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich erklärt.

    Eintrag Nr. 312:

    Hallo,
    zuhause habe ich viele getrocknete Blüten (z. B. auch Ringelblume, Rose etc.).
    Kann ich diese auch zur Destillation von ätherischem Öl verwenden, oder sind sie zu trocken?
    Würde mich sehr freuen, wenn es möglich wäre, da z. B. getrocknete Rosenblüten viel leichter erhältlich sind als frische, besonders wenn man keinen eigenen Garten hat.
    Wer kann mir weiterhelfen?
    Gruß Meli


    Meli, Unterfranken
    10.Mär.2009 11:03:49


      Doch, aus getrockneten Kräutern/Samen/Hölzern/Wurzeln lassen sich sehr gut ätherische Öle mittels Wasserdampfdestillation gewinnen. Blüten haben normalerweise bereits im frischen Zustand einen sehr geringen Ölgehalt, getrocknet werden sie daher vermutlich kein Öl mehr abgeben. Trotzdem wäre es durchaus einen Versuch wert dies auszuprobieren, Mindestmenge dabei ca. 1 - 1,5 kg getrocknetes Pflanzenmaterial.

    Eintrag Nr. 311:

    Vorerst auch von meiner Seite ein großes Lob an das hervorragende, sehr informative Buch und die ebensolche Homepage!
    Hinsichtlich der Wasserdampfdestillation ist soweit auch alles klar. Ich kann den Sommer kaum erwarten, wenn mein Garten wieder Lavendel, Rosmarin, Apfelminze und jede Menge weiterer Kräuter in Hülle und Fülle liefert – dann muß ich die Herstellung der ätherischen Öle unbedingt ausprobieren!

    Meine Fragen gelten aber der Lösemittelextraktion bzw. Enfleurage:
    Ich möchte unbedingt ein natürliches Vanille-Duftöl herstellen – den gekauften Absolues und Extrakten traue ich nicht so recht über den Weg und synthetisches Parfumöl kommt nicht in Frage. Verwenden möchte ich das Öl einerseits für meine selbst hergestellten Naturseifen (also nicht aus fertigen Seifenflocken sondern aus Lauge und Ölen selbst gerührt) und andererseits für Badebomben und Badeöle etc.

    Daher meine Fragen:
    1. mit der Wasserdampfdestillation werde ich kein Glück haben, oder enthalten die Vanille-Schoten ätherisches Öl?
    2. anscheinend scheint die Lösemittelextraktion die beste Methode zu sein, oder? Geht das mit "normalem" Alkohol/Weingeist und wenn ja, in welchem Verhältnis? In den Seifen kann ich allerdings keinen Alkohol brauchen, da diese sonst blitzartig andicken. Wie kann ich also den Alkohol wieder entfernen bzw. zumindest auf ein Minimum reduzieren?
    3. würde ein Mazerat in z.B. Jojoba-Öl funktionieren?
    4. wie sieht es mit Enfleurage aus? Ich habe duftendes, kalt gepresstes Kokosöl, Mandel- und Mangobutter, welche ich mir in Verbindung mit Vanille sehr gut vorstellen kann. Wird der Duft intensiv genug, um das gesättigte Fett direkt zu verwenden, ohne es mit Alkohol zu behandeln?
    5. und schließlich: wenn bei Enfleurage (z.B. auch von Jasminblüten) die Extraktion mit Alkohol notwendig oder sinnvoll ist (dann verwende ich sicherlich billigeres Fett) – wie kann ich diesen bestmöglich wieder entfernen?

    Sorry, das sind jetzt doch recht viele Fragen geworden! Für eine rasche Antwort wäre ich sehr dankbar!

    Liebe Grüße, SaM


    Sabine, Niederösterreich
    10.Feb.2009 11:42:08


      Danke, das freut uns!
      ad 1) da haben Sie recht, die Wasserdampfdestillation funktioniert nicht bei Vanille
      ad 2) Ja, Ethanol 96%vol (Weingeist) löst den Duft. In ein Glas ca. zu einem Drittel ausgequetschte Schoten geben, dann mit Alkohol auffüllen. Ein- bis zweimal pro Woche die Schoten auswechseln. Den Alkohol nach ca. 1 Monat filtrieren und langsam abdampfen.
      ad 3) Alternative zu Punkt 2: Extraktion mit fettem Öl (Mazeration), auch hier die Schoten ca. zu 1/3 ins Glas geben, mit Öl auffüllen und ein bis zweimal pro Woche auswechseln. Ziehdauer auch ca. 1 Monat bei Zimmertemperatur. Im Wasserbad bei ca. 60°C (Infusion) genügen ca. ein bis zwei Wochen, täglich bzw. alle zwei Tage auswechseln. Fette Öle sind z.B. Jojoba-, Sonnenblumen-, Distelöl usw.
      ad 4) Ja, das ist auch eine Möglichkeit. Insbesondere sehr sinnvoll, wenn Sie das Fett direkt weiter verarbeiten.
      ad 5) ebenfalls langsam abdampfen: nicht kochen, aber sehr heiß und ständig Rühren, bis der Alkohol nahezu vollständig verdunstet ist.

    Eintrag Nr. 310:

    Ich schreibe gerade eine Facharbeit über ätherische Öle in Chemie LK. Und ich komme momentan nicht weiter. Was ätherische Öle sind und wie man sie herstellt ist verständlich, doch aus der chemischen Sicht fehlen mir ein paar Punkte:
    Wie ist das Citrusöl aus einer Zitrone chemisch Aufgebaut?
    Gibt es Nachweisvorgänge oder Methoden verschiedene Öle zu vergleichen? (z.B. ein selbst hergestelltes Citrusöl mit einem gekauften)
    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich etwas hilfe bekommen würde. :-) Danke!


    Vera, Steinfurt
    13.Jan.2009 17:02:08


      Zitronenöl aus Pressung: Hauptbestandteil ist Limonen (> 90%), außerdem ist Citral (ca. 4%) enthalten und in Spuren viele andere organische Verbindungen. Nachweis z.B. mittels chiraler Gaschromatographie oder Kristallanalyse.
      Gekaufte Öle sind in der Regel gereinigte Öle, d.h. in einem gekauften Produkt sind z.B. nur die Haupt- und Nebenbestandteile enthalten.

    Eintrag Nr. 309:

    Ich besitze eine Destille mit 149 Liter Kesselinhalt zur Herstellung von Alkohol. Ich würde gerne mit dieser Anlage Ätherische Öle oder Essenzen herstellen. Ich könnte mir vorstellen Pflanzen oder Pflanzenteile in Alkohol anzusetzen und dann durch Destillation das entsprechende Öl bzw. Essenz zu gewinnen.
    Har jemand mit diesem Verfahren Erfahrung ?


    Hans Fülle, Süddeutschland
    08.Jan.2009 11:13:56


      Das wird nicht gelingen, weil sich ätherische Öle im Alkohol auflösen. D.h auf diese Art und Weise stellen Sie einen Geist (Schnaps) her, aber kein ätherisches Öl. Um ätherische Öle zu gewinnen müssen Sie eine Wasserdampfdestillation durchführen, also statt Alkohol Wasser in den Kessel geben. Ich würde Ihnen das Buch "Ätherische Öle selbst herstellen" empfehlen, da ist dieses Verfahren sehr detailliert und für Laien leicht verständlich beschrieben.

    Eintrag Nr. 308:

    Hallo,
    ist es möglich hier in Deutschland indoor ein Sandelholzgewächs anzupflanzen und aus dem Holz die Öle zu gewinnen?
    Danke
    Liebe Grüße Henrik


    henrik, hamburg
    18.Dez.2008 15:48:32


      Sandelholzöl wird aus 30-jährigen Bäumen gewonnen, die indoor-Zucht ist somit relativ schwierig.

    Eintrag Nr. 307:

    Hallo! Hätte noch 2 Frage!
    Also meine ersten 2 Versuche sind eher positiv verlaufen....nun bin ich in die Garage ausgewandert, da ich mit der Kühlung mit den Eiswürfeln nicht ausgekommen bin.
    Habe eine ähnliche 6l Deluxe Anlage, das Kühlwasser fließt unten ein und oben ab, wie in Ihrem Buch beschrieben.
    Nun benötige ich für einmal destillieren ca. 60-80l Wasser, dass durchläuft.
    Ansonsten ist das Wasser zu warm - so ist es leicht lauwarm.
    Muss meinen 50 l Kanister ständig mit Wasserkübeln neu befüllen und abfließendes warmes Wasser entleeren.
    Ziehmlicher Stress!
    Dies ist mit einem ziehmlichen Wasserbritscheln verbunden....Sie schreiben in Ihrem Buch dass am besten eine Kühlung mit gefrorenem Wasser im Joghurtbecher ist.
    Also meine Kühlschlangen werden extrem heiß - denke nicht dass es mir reichen würde.
    Auch bei Ihren Seminaren am Bild sehe ich keine so Aufwendige Wasserkühlung - bitte um einen Tip -was mache ich falsch. Habe meine Kochplatte ganz auf Maximum aufgedreht. Es sollte ja so sein, oder soll ich etwas zurückdrehen.
    Nachdem die Anlage aufgeheizt ist und Hyrolat läuft benötige ich für 3 Stk. 200ml ca. 30min.
    zum Abfüllen.
    Ist das zu schnell?
    Weiters kommt mein Zimt-Hydrolat weiss raus - dies hat sich nach einem Tag auf die Ölschicht abgesetzt. Sieht aus als hätte es ausgeflockt....!!? Was kann ich hier ändern?
    lg danke Pam


    Pamela, Linz
    04.Dez.2008 12:27:43


      Die Destillationsdauer im Verhältnis zur Anlagengröße ist durchaus in Ordnung, die Heizleistung daher keinesfalls reduzieren, um die Ölausbeute nicht zu verringern. Das Kühlwasser kann durchaus warm sein, solange das Destillat kalt bzw. maximal lauwarm aus dem Kühler rinnt. Trotzdem erscheint mir der Kühlwasserverbauch sehr hoch, der Kühler ist möglicherweise zu klein dimensioniert. Versuchen Sie es doch trotzdem einmal mit Eiswürfeln bzw. Eis-Joghurtbecher. Bei der im Buch beschriebenen Anlage ist der Wasserverbrauch ca. ein fünftel bis zehntel Ihrer Angaben.
      Weißes Hydrolat (wie Milch) ist ein Zeichen für sehr hohen Ölgehalt des Hydrolates. Nach ein paar Tagen scheidet sich das ätherische Öl von selbst ab. Manchmal entsteht beim Destillieren weißes Hydrolat ohne erkennbare Ölschicht, dann wurde zuwenig Pflanzenmaterial verwendet.

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