Fachfragen zum Thema Ätherische Öle


Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Herstellungsprozess
Diskussion
Rezepte
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
  • Hilfreiche Tipps zur Benutzung
  • >>> NEUEN EINTRAG HINZUFÜGEN <<<
    Derzeit sind 496 Einträge in den Fachfragen




    <<< Seite 40 anzeigen Seite 38 anzeigen >>>
    50 49 48 47 46 45 44 43 42 41 40 39 38 37 36 35 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1

    Eintrag Nr. 386:

    Mit der Leonardo hab ich nun zu meiner großen Freude schon ziemlich viele verschiedene Pflanzen destilliert. In der Regel sind die Hydrolate völlig klar, manchmal (sehr selten) allerdings hat das Wässerchen einen leicht gelblichen bzw. hellen bräunlichen "Farbstich". Beim Basilikum zum Beispiel: Die Destillation des Vorjahres war glasklar. Heuer habe ich die Pflanzenfraktion stärker zerkleinert, was sich vorteilhaft auf das Aroma ausgewirkt hat. Aber das Hydrolat war nicht mehr klar sondern hatte eben diesen leichten geblichen Einschlag. Kann es sein, dass durch die starke Zerkleinerung irgendwelche "färbenden" Schwebstoffe mitgerissen worden? Oder war die Herdplatte zu heiß aufgedreht? Kann man überhaupt "zu heiß" destillieren?
    Mit besten Grüßen
    Elisabeth Schmidt


    Elisabeth Schmidt, Salzburg
    30.Jul.2011 16:44:00


      Danke, das freut uns! Stimmt, das sind feine Stäube, Schwebstoffe o.ä. Tritt häufig bei getrockneten Pflanzen auf. Hat jedoch keinen Einfluss auf die Qualität vom Öl, durch die stärkere Zerkleinerung ist das Öl jedoch aromatischer und bessere Ausbeute.
      Nein, Wasserdampfdestillation kann nicht zu heiß werden, wenn kein überhitzter Dampf verwendet wird (wäre im kleinen Maßstab eher ungewöhnlich). Maximal entsteht die Temperatur, bei der das Wasser kocht.
      Weiterhin Gutes Gelingen!

    Eintrag Nr. 385:

    Hallo zusammen, ganz herzlichen Dank für die site und das hilfreiche Buch.
    Leider steht weder im Buch, noch in der site, wann (ZU WELCHER TAGESZEIT) die unterschiedlichen Pflanzen geerntet werden können. Ich weiss nur, dass man Rosen und Jasmin in der Früh ernten soll. Und Melisse in der Mittagshitze. Aber zu welcher Tageszeit z.B. Fichten im Juli, August, oder Quendel, Dost, Salbei, Thuya oder Schafgarbe geerntet werden sollten, habe ich keine Ahnung. Kennen sie ne Tabelle oder so, wo das draufsteht?
    Und: Wie viel Volumen nimmt ein Kilo getrocknetes Pflanzenmaterial ein, und wie viel ein frisches.
    Wäre sehr dankbar um eine hilfreiche Antwort.
    Liebe Grüsse allen


    Big Herba, Schweiz
    30.Jul.2011 12:46:39


      Danke, freut uns!
      Im Wesentlichen sind nur die genannten Blüten kritisch bezüglich Tageszeit. Alle Kräuter am Besten zur Mittagshitze. Steht beides auch im Buch im allgemeinen Teil.
      Nadelhölzer und Thuya sind diesbezüglich nicht so empfindlich, empfehlenswert ist jedoch auch hier die Mittagshitze. Hinten im Buch ist auch ein Erntekalender enthalten.
      kg je Liter (Dichte bzw. spezifisches Gewicht) ist sehr stark abhängig von der Pflanzenart. In die kleine Leonardo passen ca. 3,5 Liter. Bei Orangenschalen sind dies ca. 1 - 1,2 kg, bei getr. Lavendelblüten ca. 400 g, getr. Lorbeer, Thymian, Zitronengras ca. 800 g, getr. Minzen, Zitronenmelisse ca. 500 - 700 g usw.
      Bei den meisten Kräutern verringert sich das Gewicht durch's Trocknen auf ca. 1/3 von der frischen Pflanze.

    Eintrag Nr. 384:

    Hallo,
    ich möchte gerne ein Rezept aus dem Buch herstellen, aber ich bin ein wenig unsicher was die Schmierseife angeht.
    Um was für Schmierseife handelt es sich dabei.
    Ich habe Schmierseife von der Firma Ulrich Natürlich gekauft. Dort stand allerdings nicht, ob es auch für die Verarbeitung von Kosmetiker geeignet ist.
    Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen.
    Danke schön und liebe Grüße an alle
    Niki


    Niki, Niedersachsen, Deutschland
    22.Jul.2011 15:26:06


      Ja, diese Schmierseife ist bestens geeignet, weil frei von Duftstoffen. Kenne die Firma jedoch nicht, habe nur ein wenig gegoogelt.

    Eintrag Nr. 383:

    Hallo erstmal
    bin was das destillieren angeht ein Neuling und habe deshalb so ein paar Fragen.
    1. kann ich wenn ich einen Schnellkochtopf (mit Siebeinsatz) nutze die Dämpfe direkt über einen Liebigkühler kondensieren (Maße des Kühlers l. 40 cm, Durchmesser ca. 1,5 cm)
    2. wie bringe ich die Verbindung zwischen Kühler und Schnellkochtopf zustande. Reicht da ein Gummistopfen?
    3. Kann ich, da das Hydrolatwasser ja eigentlich nichts anderes als eine Emulsion ist, es mit synthetischen Spaltmitteln trennen um eine bessere Ausbeute an Öl zu erhalten?


    Bernd, Deutschland / NRW
    08.Jul.2011 18:44:44


      ad 1) ja
      ad 2) Silikonschlauch bzw. -stopfen. Auch Kork ist möglich. Gummi wird von den ätherischen Ölen angegriffen.
      ad 3) Hydrolat kann trüb, also eine Emulsion, sein, ist es aber nicht immer. Viele Bestandteile sind auch im Hydrolat gelöst. Natürlich ist es sinnvoll durch Brechen der Emulsion zu versuchen die Ausbeute zu erhöhen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der Ölanteil meist (sehr) gering ist.

    Eintrag Nr. 382:

    Hallo nochmal,
    unsere Linde blüht. Ich find in dem Buch leider keine Infos zur Lindenblüte und deren Destillation. Erntezeitpunkt analog zu anderen Blüten frühmorgens? Frisch oder angetrocknet destillieren? Schon Erfahrungen dazu gesammelt?
    Liebe Grüße nach Klagenfurt, Anja


    Anja, Deutschland
    05.Jul.2011 12:40:33


      Lindenblütenöl wird in Co-Destillation mit Copaiva-Harz hergestellt, durch Lösemittel-Extraktion (Lindenblüten Absolue) oder mittels CO2-Extraktion. Ob es gelingt dieses Öl auch durch "normale" Wasserdampfdestillation herzustellen, ist mir nicht bekannt. --> einfach einmal ausprobieren. Die Ausbeute wird jedoch verhältnismäßig gering sein. Ich würde frisch destillieren und nur frühmorgens ernten, wenn die Blüte dann am stärksten duftet, ansonsten früher Nachmittag, an einem sonnigen Tag.

    Eintrag Nr. 381:

    Hallo Helge, hallo Bettina,
    die Destille ist angekommen und nach dem Seminar bleiben dann doch noch Fragen übrig, die ich auf diesem Wege loswerden möchte:
    Die Ausbeuteberechnung von Euch: Geht ihr da von dem Gramm-Gewicht des Pflanzenmaterials und den daraus gewonnenen ml aus oder wiegt ihr dann das gewonnene Öl?
    Welche Pflanzen brauchen jetzt noch mal Entschäumer? Zwiebel und Ingwer hab ich mir aufgeschrieben. Gab es da noch etwas?
    Dann - was ist der weiße Nebel im Hydrolat?
    Und zu guter Letzt - vielen Dank für das inspirierende Seminar. Es hat mir große Freude bereitet.


    Anja, Deutschland
    15.Jun.2011 19:19:11


      ad 1) Nein, wir wiegen das Öl nicht ab. Ätherische Öle haben grob geschätzt ein spezifisches Gewicht (Dichte) von ca. 0,8 bis 1,2 g/ml, in der Regel liegt der Wert sogar noch viel näher bei 1,0. Der Fehler der berechneten Ausbeute - wenn das spez. Gewicht nicht berücksichtigt wird - ist somit geringer als ein Fünftel. Dies ist für den Hobbybereich vollkommen ausreichend, da es hier nur um die Größenordnung der Ausbeute geht. Wenn die berechnete Ausbeute ohne spez. Gewicht also 1% beträgt, liegt der wahre Wert zwischen 0,8 und 1,2%, normalerweise eher zwischen 0,9 bis 1,1%. Jedenfalls ist sie dann nicht 0,1% oder 10%.
      ad 2) Schalen von Zitrusfrüchten, wie Zitronen- oder Orangenschalen.
      ad 3) Das ist das ätherische Öl welches sich noch nicht abgesetzt hat. Wenn Sie die Flasche einige Monate stehen lassen, bildet sich bei leichten Ölen an der Hydrolat-Oberfläche ein Fettauge wie in einer Suppe. Oder es bilden sich, bei schweren Ölen, winzig kleine Kügelchen am Boden der Flasche.
      ad 4) danke das freut uns! Gutes Gelingen!

    Eintrag Nr. 380:

    Hallo, ich habe eine Wasserdampfdestille -ähnlich der Leonardo, allerdings mit 25l Fassungsvermögen (natürlich auch das Buch "Ätherische Öle selber herstellen) und überlege Harze bzw. Baumnadeln zu destillieren.
    Nun meine Frage: Legen sich Harzteile in der Destille/Kühlung etc. ab und wenn ja, wie kann ich die dann wieder entfernen, ohne den weiteren Funktionsbetrieb meiner Destille zu gefährden?
    Vielen Dank,
    Alandariel


    Alandariel, Österreich
    12.Jun.2011 22:55:27


      Ja, das Problem ist uns bekannt. Das war auch der Grund warum wir die Leonardo-Anlage entwickelt haben. Wegen der Kühlkuppel bleiben so gut wie keine Ablagerungen von zähflüssigen Ölen oder Harzen in der Anlage zurück, im Gegensatz zu anderen Anlagen, die z.B. mit einem Schlangenkühler ausgestattet sind.
      Enfernen lassen sich eventuelle Rückstände bei der Leonardo ganz einfach mit warmen Wasser, einer Flaschenbürste, Geschirrspülmittel und einem Putzschwämmchen. Bei anderen Kühlsystemen, ohne direkten Zugang, müssen die Rückstände herausgelöst werden. Dazu entweder Weingeist (Alkohol mit 96%vol) oder Aceton verwenden. Beim Alkohol darauf achten, dass er nicht vergällt (vergiftet) ist und tatsächlich 96%vol Alkoholgehalt hat, da ein kleinerer Alkoholgehalt viele Öle nicht auflösen kann. Vorteil: nicht giftig, Lösung kann direkt als Parfumbestandteil o.ä. verwendet werden. Wird die Lösung in einer kleinen flachen Schüssel einige Tage offen stehen gelassen, verdunstet der Alkohol, übrig bleibt das Öl/Harz. Oder, mit Wasser verdünnt, in die Duftlampe geben. Nachteil: Weingeist ist vergleichsweise teuer und nur in gewissen Apotheken erhältlich. Aceton hat den Vorteil, dass es noch viel besser Öle auflösen kann, Nachteil: reizt Haut und Atemwege, leicht narkotisch. Fazit: solche Lösungen nicht mehr für Körperpflege verwenden oder in Duftlampe geben.

    Eintrag Nr. 379:

    hallo,
    kann man aus wallnussblätter ätherisches öl gewinnen? und wenn, muss ich dann die blätter erst trocknen ...


    dimi, deutschland
    24.Mai.2011 03:07:29


      Ätherisches Öl ist in geringer Konzentration enthalten (ca. 0,01% bei getr. Blättern), ob es gelingt dieses auch zu gewinnen, ist mir leider nicht bekannt. Einfach ausprobieren! Ich würde zuerst frische Blätter verwenden (im Dampfraum zumindest ca. 3,5 Liter Blätter, darunter ca. 1 Liter Wasser) und bei Erfolg dann getrocknet versuchen. Es wäre sehr nett, wenn Sie hier das Ergebnis des Versuches kurz beschreiben würden, wird sicher viele Leser interessieren. Danke!

    Eintrag Nr. 378:

    Ist meine Refluxdestille zur Herstellung aetherischer Oele geeignet? Meine Kolonne ist 75 cm hoch und hat einen Durchmesser von 5 cm. Zur Kuehlung verwende ich ein 2,5 cm Dampfrohr, umgeben von einem 5 cm Kuehlungsrohr. Den Durchfluss des Kuehlwassers kann ich regulieren. Der Dampftopf ist 100 Liter gross und beinhaltet ein Aromasieb. Die Fragen sind:
    1. ob durch die hohe Kolonne zuviel Druck entsteht. Gefuellt habe ich die Kolonne nicht, weil ich Ueberdruck vermeiden will.
    2. Durch die Groesse der Anlage ist es schwierig die optimale Temperatur zu finden. Ist es besser langsam zu heizen oder schnell zu heizen? Ich heize mit Gas und fuelle mit ca. 5 Litern Wasser. Wenn die Anlage kuehl und mit Kraeutern gefuellt ist, dauert es ca. 1 Stunde bis der Dampf aufgestiegen ist und sich Kondensat bildet. Bis dahin kocht das Wasser aber schon eine ganze Zeit.


    Manoli, Griechenland
    13.Mai.2011 21:01:00


      ad 1) Ein Problem mit dem Druck werden Sie nicht haben, aber durch die Höhe der Kolonne werden die schwerer flüchtigen Bestandteile des ätherischen Öles fehlen. Daher besser die Kolonne weglassen und den Dampf vom Kessel direkt in die Kühlung leiten.
      ad 2) Nur beim Schnapsbrennen ist es wichtig auf die Heizleistung zu achten. Bei der Wasserdampfdestillation ist dies hingegen nicht relevant, wichtig ist nur, dass genügend Dampf entsteht. Es kann somit durchaus stark kochen. Anmerkung: der Wasserdampf sollte eigentlich immer die gleiche Temperatur haben, die Sie nicht beeinflussen können sondern physikalisch vorgegeben ist... Tipp: 5 Liter Wasser auf 95 Liter Pflanzenmateriel erscheint mir gefühlsmäßig wenig, versuchen Sie es doch mit 10 Liter. Dass es einige Zeit dauert, bis der Dampf das gesamte Pflanzenmaterial bis oben hin durchdringt, ist ganz normal.

    Eintrag Nr. 377:

    Hallo!
    Ist Ätherisches Öl aus trockenes Obstholz (natürlich zerkleinert) per wasserdampfdestillation zu gewinnen?. (Pflaume, Apfel, etc...).
    Danke!


    Gonzalo, NRW Deutschland
    08.Mai.2011 17:05:50


      Nein, solche Hölzer enthalten kein ätherisches Öl.

    <<< Seite 40 anzeigen Seite 38 anzeigen >>>
    50 49 48 47 46 45 44 43 42 41 40 39 38 37 36 35 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1

    Wir behalten uns das Recht vor, jederzeit Einträge ohne Angabe von Gründen zu löschen.

    Design und Implementierung:
    Helge Schmickl